Martin Rzeszut
Schlagzeugunterricht, Perkussion

Schlagzeugunterricht gebe ich in der Musikwerkstatt für alle Altersgruppen, gegebenenfalls komme ich aber auch ins Haus, falls meine Termine das zulassen. Die Anfahrtszeit rechne ich dann allerdings zur Unterrichtszeit dazu.
Ich gebe typischen Schlagzeugunterricht nur für Anfänger und nicht am voll ausgerüsteten Kit. Da ich elementar rhythmisch arbeite, reichen Bassdrum, Hihat, Ride-Cymbal und ein bis zwei Toms. Diese Ausrüstung steht Schülern bei uns zum Werkstattgebrauch zur Verfügung. Während des Unterrichts spiele ich auf einem zweiten Kit selbst.
Folkschlagzeug unterrichte ich selbstverständlich für Anfänger und Fortgeschrittene, da ich diesen heute immer noch relativ unbekannten Stil seit Mitte der 70iger Jahre selbst mitentwickelt und ständig ausgebaut habe (s.u.). Ich unterrichte deshalb keine Fortgeschrittenen im Standard-Schlagzeugspiel, weil ich selbst auch nicht auf Pop, Rock oder Jazz spezialisiert bin oder sein möchte.
Das Kopieren persönlicher Stile anderer Schlagzeuger lehne ich als Unterrichtender, aber auch als Musizierender entschieden ab. Wichtiger wäre mir die Analyse persönlicher Stilistik anderer Schlagzeuger im Unterricht zwecks Anregung eigener Ideen und im Interesse eines möglichst authentischen Spiels meiner Schüler. Ausserdem meine ich: mit einem gewissen elementar-rhythmischen und technischen Können sollte jeder Schlagzeugschüler seinen eigenen Weg möglichst bald im Rahmen einer Band gehen können.
Mein Unterricht beschränkt sich auf die Basics und ist schon deswegen nicht auf bestimmte Stile wie Rock, Pop oder Jazz ausgerichtet. “Basics” bedeutet nicht möglichst viele Schläge pro Zeiteinheit oder Kopieren von Programmen auf dem Drumcomputer. “Basics” bedeutet: rhythmische Sicherheit und Festigkeit, sehr gutes Koordinationsvermögen und genaues Hinhören. Fingerfertigkeit kommt erst dann an die Reihe! Kreativität und die Fähigkeit, zu jeder gehörten Musik sofort den richtigen Groove zu finden, wären die Ziele meines Unterrichts. Wer sich bei mir spezialisieren möchte, kann dies allerdings gern tun: auf “Folkschlagzeug” (intuitiv/elementar) oder das “melodiöse Schlagzeugspielen”.
Was ist “Folkschlagzeug”?
Ich arbeite seit 1975 an einer aus der Jazz-Technik abgeleiteten Folk-Schlagzeugtechnik, welche die Tanzbarkeit von Folkmusik verstärkt und sich in der Lautstärke sog. “akustisch” gespielter, d.h. unverstärkter Musik angleicht. Das Unterstützen von Melodiephrasen wird in diesem Bereich zusätzlich zum Basic Groove gefordert. Anders als im Rock- oder Popdrumming muss der Folkschlagzeuger nicht “führen”, sondern folgt eher dem führenden Melodieinstrument (z.B. Akkordeon in einer Ceilidhband). Ein ständiges Variieren der Feinrhythmik bei geradliniger und Bassdrum-betonter Fussarbeit ist wesentlich für lebendiges Spiel und kann das Folkschlagzeug quasi zum “Melodieinstrument” werden lassen. So kann eine Hihat beispielsweise sehr farbenreich gespielt werden, was natürlich allerbestes Equipment voraussetzt (gute Becken, präzise arbeitende Hihat - Mechanik). Wichtigstes Werkzeug ist der Besen, der als Jazzbesen oder Birkenreisigbesen Verwendung findet. Doch auch leichte Sticks kommen zum Einsatz. Ausserdem kann z.B. auf die mehr für Rockmusik typischen Power-Toms verzichtet werden: Perkussioninstrumente (etwa aus Holz), die ich selbst entwickele und baue, werden zum festen Bestandteil des Kits. Aber auch Bongos oder Daraboukas können im Rahmen des Kits etwa mit Besen oder Sticks gespielt werden. Meine Folkschlagzeugschüler müssen hier sehr viel Kreativität entwickeln!
Durch meine berufliche Laufbahn bin ich spezialisiert auf schottisches Drumming, wie man es dort in Ceilidhbands (Tanzbands) und teilweise vom Pipe Drumming (modern style) her kennt. Wer also tanzbare(!) Jigs und Reels, Strathspeys, Hornpipes oder klassische Stile wie das Drumming für Quickstep, Foxtrot, Walzer usw. lernen möchte, ist bei mir genau richtig.
Südamerikanische oder afrikanische Perkussionstile interessieren mich nur am Rande bzw. liefern mir einzig Anregungen für mein Spiel oder den Unterricht.
Die Kenntnis von weltweit verbreiteten Perkussioninstrumenten halte ich für sehr wichtig, nur sollte man diese einmal unabhängig von der Musik sehen, die auf solchen Instrumenten nach Art der Regionaltraditionen gespielt wird. Überhaupt kann ich das Schlagzeug der westlichen Welt nur in Zusammenhang mit allen anderen Trommelarten sehen: Djembe, Congas, Bongos, Rahmentrommeln und besonders die Darabouka in ihren vielfältigen orientalischen oder nordafrikanischen Erscheinungsformen sollte man in unserer Musikwerkstatt kennen- und spielenlernen.
Ich gebe ausdrücklich nicht Trommelunterricht in traditionellen Regionalstilen, obwohl ich eine Ghana-Djembe-Ausbildung habe und indisches Tabla-Spiel mich nicht nur im Rahmen des Duo Yatra (siehe “Wir über uns”) sehr beschäftigt hat. Viel wichtiger finde ich, den Einsatz dieser Trommeln im Rahmen der uns hier umgebenden Musiktradition (also unseres eigenen Regionalstils) zu lehren. Beispiele: Djembe und Darabouka in Renaissancemusik, Bongos in der Hausmusik, Congas in der Schulmusik oder Perkussion allgemein für den Volkstanz.
Perkussion lehre ich im Einzelunterricht. Schon wegen der manchmal stressenden Lautstärke ist das angeraten. (Klein-)Gruppen sind besser mit meinen Kursen bedient, bei denen ich dann unterschiedliche rhythmische und technische Fähigkeiten bei allen Teilnehmern berücksichtigen kann und daher methodisch grundsätzlich anders vorgehe, als im Einzelunterricht. Wer aber effektiv zunächst seine rhythmischen Fähigkeiten entwickeln möchte, braucht Einzelunterricht. Ich bemühe mich auch hier, mehr Gewicht auf “hohes emotionales Niveau” zu legen: technisch aufwendiges Spielen ist schließlich nur möglich, wenn vorher elementares Rhythmiktraining durchlaufen wurde. Natürlich ist Rhythmikunterricht von Schlagzeug- oder Perkussionunterricht bei mir nicht zu trennen. Dennoch wird das gewählte Instrument natürlich im Vordergrund stehen.
Alle oben beschriebenen Instrumente können in der Musikwerkstatt probiert und im Unterricht benutzt werden. Doch wird es natürlich auch im Interesse des/der Lernenden liegen, ein eigenes Instrument anzuschaffen, denn wir lernen hier praktisches Musizieren: besonders Perkussioninstrumente sollte man immer im Zusammenhang mit anderen Instrumenten sehen. Trommeln verleihe ich übrigens grundsätzlich nicht.
In kleinen Musiziergruppen oder im Hausmusikseminar kann das Miteinander-Musizieren natürlich auch mit Trommeln gelernt und praktiziert werden.
Selbstverständlich gebe ich für den Kauf von Schlagzeug-/Perkussioninstrumenten und Trommeln Ratschläge. Das Thema ist zu umfangreich, als daß ich es hier behandeln könnte. Für die Anschaffung eines gebrauchten Schlagzeugs rate ich grundsätzlich: Bassdrum, Tomtoms und Snare können alt sein, sollten aber keine starken Beschädigungen aufweisen. Auch Beckenständer können sehr alt sein, sie lassen sich meist mit wenig Eigenaufwand (z.B. hier in der Musikwerkstatt) wieder flott machen. Hihat-Ständer und Bass-Pedal immer neu kaufen. Becken (Hihat-Cymbals, Ride- und Crash-Cymbals) können alt sein, müssen aber in erster Linie gut klingen. Noch besser: neu kaufen. Felle: die Klangqualität eines Kits hängt erheblich von den Bespannungen ab. Man sollte sie unbedingt neu kaufen (alte Felle wegen der Grösse immer mitnehmen). Bassdrums brauchen m.E. nicht unbedingt ein Resonanzfell, sollten aber mit einem neuen Schlag-“Fell” (das natürlich aus Kunststoff besteht) ausgestattet werden. Ein zweischichtiges “hydraulisches” (ölgefülltes) Fell tönt tiefer und ist wirkungsvoller als ein einschichtiges. Sticks und Besen sollten immer neu angeschafft werden. Grundsätzlich gilt beim Schlagzeug: “weniger ist mehr!”, besonders für Anfänger.
Der Selbstbau einfacher Trommeln kann ebenso Thema einer kleinen Veranstaltung in unserer Musikwerkstatt sein (etwa für Kinder) wie das Neubespannen von Trommeln, das Stimmen oder ihre Pflege.

Schlagzeugunterricht gebe ich in der Musikwerkstatt für alle Altersgruppen, gegebenenfalls komme ich aber auch ins Haus, falls meine Termine das zulassen. Die Anfahrtszeit rechne ich dann allerdings zur Unterrichtszeit dazu.
Ich gebe typischen Schlagzeugunterricht nur für Anfänger und nicht am voll ausgerüsteten Kit. Da ich elementar rhythmisch arbeite, reichen Bassdrum, Hihat, Ride-Cymbal und ein bis zwei Toms. Diese Ausrüstung steht Schülern bei uns zum Werkstattgebrauch zur Verfügung. Während des Unterrichts spiele ich auf einem zweiten Kit selbst.
Folkschlagzeug unterrichte ich selbstverständlich für Anfänger und Fortgeschrittene, da ich diesen heute immer noch relativ unbekannten Stil seit Mitte der 70iger Jahre selbst mitentwickelt und ständig ausgebaut habe (s.u.). Ich unterrichte deshalb keine Fortgeschrittenen im Standard-Schlagzeugspiel, weil ich selbst auch nicht auf Pop, Rock oder Jazz spezialisiert bin oder sein möchte.
Das Kopieren persönlicher Stile anderer Schlagzeuger lehne ich als Unterrichtender, aber auch als Musizierender entschieden ab. Wichtiger wäre mir die Analyse persönlicher Stilistik anderer Schlagzeuger im Unterricht zwecks Anregung eigener Ideen und im Interesse eines möglichst authentischen Spiels meiner Schüler. Ausserdem meine ich: mit einem gewissen elementar-rhythmischen und technischen Können sollte jeder Schlagzeugschüler seinen eigenen Weg möglichst bald im Rahmen einer Band gehen können.
Mein Unterricht beschränkt sich auf die Basics und ist schon deswegen nicht auf bestimmte Stile wie Rock, Pop oder Jazz ausgerichtet. “Basics” bedeutet nicht möglichst viele Schläge pro Zeiteinheit oder Kopieren von Programmen auf dem Drumcomputer. “Basics” bedeutet: rhythmische Sicherheit und Festigkeit, sehr gutes Koordinationsvermögen und genaues Hinhören. Fingerfertigkeit kommt erst dann an die Reihe! Kreativität und die Fähigkeit, zu jeder gehörten Musik sofort den richtigen Groove zu finden, wären die Ziele meines Unterrichts. Wer sich bei mir spezialisieren möchte, kann dies allerdings gern tun: auf “Folkschlagzeug” (intuitiv/elementar) oder das “melodiöse Schlagzeugspielen”.
Was ist “Folkschlagzeug”?
Ich arbeite seit 1975 an einer aus der Jazz-Technik abgeleiteten Folk-Schlagzeugtechnik, welche die Tanzbarkeit von Folkmusik verstärkt und sich in der Lautstärke sog. “akustisch” gespielter, d.h. unverstärkter Musik angleicht. Das Unterstützen von Melodiephrasen wird in diesem Bereich zusätzlich zum Basic Groove gefordert. Anders als im Rock- oder Popdrumming muss der Folkschlagzeuger nicht “führen”, sondern folgt eher dem führenden Melodieinstrument (z.B. Akkordeon in einer Ceilidhband). Ein ständiges Variieren der Feinrhythmik bei geradliniger und Bassdrum-betonter Fussarbeit ist wesentlich für lebendiges Spiel und kann das Folkschlagzeug quasi zum “Melodieinstrument” werden lassen. So kann eine Hihat beispielsweise sehr farbenreich gespielt werden, was natürlich allerbestes Equipment voraussetzt (gute Becken, präzise arbeitende Hihat - Mechanik). Wichtigstes Werkzeug ist der Besen, der als Jazzbesen oder Birkenreisigbesen Verwendung findet. Doch auch leichte Sticks kommen zum Einsatz. Ausserdem kann z.B. auf die mehr für Rockmusik typischen Power-Toms verzichtet werden: Perkussioninstrumente (etwa aus Holz), die ich selbst entwickele und baue, werden zum festen Bestandteil des Kits. Aber auch Bongos oder Daraboukas können im Rahmen des Kits etwa mit Besen oder Sticks gespielt werden. Meine Folkschlagzeugschüler müssen hier sehr viel Kreativität entwickeln!
Durch meine berufliche Laufbahn bin ich spezialisiert auf schottisches Drumming, wie man es dort in Ceilidhbands (Tanzbands) und teilweise vom Pipe Drumming (modern style) her kennt. Wer also tanzbare(!) Jigs und Reels, Strathspeys, Hornpipes oder klassische Stile wie das Drumming für Quickstep, Foxtrot, Walzer usw. lernen möchte, ist bei mir genau richtig.
Südamerikanische oder afrikanische Perkussionstile interessieren mich nur am Rande bzw. liefern mir einzig Anregungen für mein Spiel oder den Unterricht.
Die Kenntnis von weltweit verbreiteten Perkussioninstrumenten halte ich für sehr wichtig, nur sollte man diese einmal unabhängig von der Musik sehen, die auf solchen Instrumenten nach Art der Regionaltraditionen gespielt wird. Überhaupt kann ich das Schlagzeug der westlichen Welt nur in Zusammenhang mit allen anderen Trommelarten sehen: Djembe, Congas, Bongos, Rahmentrommeln und besonders die Darabouka in ihren vielfältigen orientalischen oder nordafrikanischen Erscheinungsformen sollte man in unserer Musikwerkstatt kennen- und spielenlernen.
Ich gebe ausdrücklich nicht Trommelunterricht in traditionellen Regionalstilen, obwohl ich eine Ghana-Djembe-Ausbildung habe und indisches Tabla-Spiel mich nicht nur im Rahmen des Duo Yatra (siehe “Wir über uns”) sehr beschäftigt hat. Viel wichtiger finde ich, den Einsatz dieser Trommeln im Rahmen der uns hier umgebenden Musiktradition (also unseres eigenen Regionalstils) zu lehren. Beispiele: Djembe und Darabouka in Renaissancemusik, Bongos in der Hausmusik, Congas in der Schulmusik oder Perkussion allgemein für den Volkstanz.
Perkussion lehre ich im Einzelunterricht. Schon wegen der manchmal stressenden Lautstärke ist das angeraten. (Klein-)Gruppen sind besser mit meinen Kursen bedient, bei denen ich dann unterschiedliche rhythmische und technische Fähigkeiten bei allen Teilnehmern berücksichtigen kann und daher methodisch grundsätzlich anders vorgehe, als im Einzelunterricht. Wer aber effektiv zunächst seine rhythmischen Fähigkeiten entwickeln möchte, braucht Einzelunterricht. Ich bemühe mich auch hier, mehr Gewicht auf “hohes emotionales Niveau” zu legen: technisch aufwendiges Spielen ist schließlich nur möglich, wenn vorher elementares Rhythmiktraining durchlaufen wurde. Natürlich ist Rhythmikunterricht von Schlagzeug- oder Perkussionunterricht bei mir nicht zu trennen. Dennoch wird das gewählte Instrument natürlich im Vordergrund stehen.
Alle oben beschriebenen Instrumente können in der Musikwerkstatt probiert und im Unterricht benutzt werden. Doch wird es natürlich auch im Interesse des/der Lernenden liegen, ein eigenes Instrument anzuschaffen, denn wir lernen hier praktisches Musizieren: besonders Perkussioninstrumente sollte man immer im Zusammenhang mit anderen Instrumenten sehen. Trommeln verleihe ich übrigens grundsätzlich nicht.
In kleinen Musiziergruppen oder im Hausmusikseminar kann das Miteinander-Musizieren natürlich auch mit Trommeln gelernt und praktiziert werden.
Selbstverständlich gebe ich für den Kauf von Schlagzeug-/Perkussioninstrumenten und Trommeln Ratschläge. Das Thema ist zu umfangreich, als daß ich es hier behandeln könnte. Für die Anschaffung eines gebrauchten Schlagzeugs rate ich grundsätzlich: Bassdrum, Tomtoms und Snare können alt sein, sollten aber keine starken Beschädigungen aufweisen. Auch Beckenständer können sehr alt sein, sie lassen sich meist mit wenig Eigenaufwand (z.B. hier in der Musikwerkstatt) wieder flott machen. Hihat-Ständer und Bass-Pedal immer neu kaufen. Becken (Hihat-Cymbals, Ride- und Crash-Cymbals) können alt sein, müssen aber in erster Linie gut klingen. Noch besser: neu kaufen. Felle: die Klangqualität eines Kits hängt erheblich von den Bespannungen ab. Man sollte sie unbedingt neu kaufen (alte Felle wegen der Grösse immer mitnehmen). Bassdrums brauchen m.E. nicht unbedingt ein Resonanzfell, sollten aber mit einem neuen Schlag-“Fell” (das natürlich aus Kunststoff besteht) ausgestattet werden. Ein zweischichtiges “hydraulisches” (ölgefülltes) Fell tönt tiefer und ist wirkungsvoller als ein einschichtiges. Sticks und Besen sollten immer neu angeschafft werden. Grundsätzlich gilt beim Schlagzeug: “weniger ist mehr!”, besonders für Anfänger.
Der Selbstbau einfacher Trommeln kann ebenso Thema einer kleinen Veranstaltung in unserer Musikwerkstatt sein (etwa für Kinder) wie das Neubespannen von Trommeln, das Stimmen oder ihre Pflege.