Dienstag, 22. August 2006
Mein Klavier
Teil 1
Das Faible für Überraschungen wurde mir anerzogen. Meine Eltern liebten Überraschungen. Ich kam beispielsweise aus dem Urlaub bei den Großeltern wieder, und wurde auf dem Bahnhof von dem langersehnten Hund begrüßt, der meine Begeisterung für die Überraschung gar nicht teilte und ziemlich nervös war. Abgesehen davon wollte meine Schwester auch die Leine nicht hergeben, da musste ich schon ein wenig insistieren. Wahrscheinlich gab sie mir die Leine dann gnädig, weil den entscheidenden Vorteil – zuerst mit dem Hund spaziergegangen zu sein – konnte ihr keiner nehmen. Grauenhaft war die Vorstellung, dass ihre Freundinnen meinen Hund zuerst gesehen hatten.
Eine ähnliche Überraschung war das Klavier. Ich habe keine genaue Erinnerung an den Vorgang, aber eines Tages stand es einfach da. Der Jung war überglücklich.


Tolle, freundliche, informative und mit profunder Fachkenntnis geschriebene Rezension. Da lernt auch ein dicker Hippie noch was. Tausend goldene Fleißpunkte!