Mittwoch, 26. Oktober 2005
Hausmusikabend im Krusenrotter Weg
Es goss in Strömen, es blitzte und stürmte, und trotzdem kamen (fast) alle trocken zum Hausmusikabend in die Musikwerkstatt…
Es trafen sich Doris, Verena, Gabi, Stefan mit Hilde und Martin. Gabi mit Cello war noch nie gekommen: als Französischlehrerin am Gymnasium ist man ja immer am korrigieren. So auch heute: ein Korrekturdurchgang war erledigt und der letzte sollte wohlgemerkt nach der Hausmusik stattfinden: “Ich brauche Musik als Erholung vom Stress!”
Ähnlich ging es Stefan mit dem Akkordeon: ebenfalls Lehrer. Gabi und Stefan gehören ebenso wie Hilde einer Volkstanzgruppe an, die sich hier in Kiel an jedem Mittwochabend in der Rendsburger Landstrasse trifft. Auch Tanzen entstresst, meinte Gabi. Ich weiss ja nicht, meine ich. Diese vielen Tanzschritte nach Regeln machen mich immer müde…
Doris arbeitet den ganzen Tag mit Stoffballen unter Leuchtstoffröhren und in einer sehr hierarchisch strukturierten Verkaufsabteilung eines wie üblich von der Pleite bedrohten Konzerns (im Grunde genommen sind ja alle Konzerne von der Pleite bedroht…) und ich wundere mich, welche Energien sie nach so einem Tag noch hat. Das fing schon früh am Abend an, als sie sich einen Zahn ausbiss, die ärmste. Doch erstaunt stellten wir fest, dass sie ohne diesen Zahn auf dem Piano entschieden einen Zahn zulegte und Mut zur Lücke auf höchstem Niveau (oder war es doch die untere Reihe?...) bewies.


Tolle, freundliche, informative und mit profunder Fachkenntnis geschriebene Rezension. Da lernt auch ein dicker Hippie noch was. Tausend goldene Fleißpunkte!