Samstag, 22. November 2008
Ghandis zweiter Tod – Christenverfolgungen in Indien
Bestandsaufnahme und Hintergründe

Es brennt im wahrsten Sinne des Wortes! Schon seit längerem werden – nahezu unbemerkt von der westlichen Welt – über 50 000 Christen im Kandhamal-Distrikt (Orissa) in Indien von radikalen Hindu wegen ihres Glaubens bedroht und auch zwangsweise zum hinduistischen Glauben „bekehrt“. Die Dächer ihrer Häuser werden eingerissen oder die Häuser werden gleich angezündet. Plündernde, vergewaltigende, mordende und brandschatzende Horden nationalistisch, faschistisch denkender Hindus ziehen durch die Dörfer. Christen werden willkürlich verhaftet, ermordet und aus ihren Dörfern vertrieben.
Acht grosse Flüchtlingslager sind entstanden. Christlichen Ureinwohnern droht bei der Rückkehr in ihre Heimatdörfer der Tod. Mehrere Rückkehrer, die sich nicht zwangsweise zum Hinduismus konvertieren ließen, wurden bereits ermordet. Mordpraktiken sind das Aufschlitzen von Kehlen, das Enthaupten mit Beilen oder das Anzünden der Menschen nach Übergiessen mit Kerosin.
Der Westen guckt bisher noch weg!
Die Catholic Union, Chandigarh berichtete gestern per Mail an die Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen: „The states of Orissa, Chhattisgarh, Madhya Pradesh, Karnataka, Tamil Nadu and Uttaranchal have been severely affected. In Orissa, over 4,500 houses have been burnt and 300 villages purged ofall Christians in the worst case of ‘ethnic cleansing’ in Independent India. Over 50,000 are homeless, ten thousand of them in government camps. We have the names of Sixty dead and close to Ninety men are still reported missing and may be dead in the forest. Independent probes have spoken of clandestine disposal of bodies. School children are without education, babies without infant food, and families without warm clothes in the cold hill tract.“ [zitiert aus einer Pressemitteilung per Mail von Dr John Dayal, National Integration Council member, Chandigarh, November 20, 2008 an die GfbV]
Protect Christians in India!


Tolle, freundliche, informative und mit profunder Fachkenntnis geschriebene Rezension. Da lernt auch ein dicker Hippie noch was. Tausend goldene Fleißpunkte!