Montag, 22. Januar 2007
Teatime in Catalunya
Arno Linksquetsch berichtet Aktuelles von N-41grad-36’-32,4’’/O-001grad-40’-19,5’’
Nun ist es also doch noch geschafft. Ich bin wirklich in Spanien. Beim ersten Anlauf bin ich ja wegen der “Praktikumidee” in Frankreich umgekehrt.
Nun sitze ich hier in meinem Tourbus in den Bergen bei Manresa (bei Barcelona) in einem Wandergebiet an einem Waldweg, und halte mein Teestündchen ab.
Doch was ist eigentlich nach dem einen Tag Praktikum bei HOHNER passiert?
Nun - hier in Kürze der Dezember und die erste Hälfte des Januars:
Nach der Zeit in Trossingen bei HOHNER fuhr ich nach Konstanz an den Bodensee, um ein Hospitalityclubmitglied zu besuchen (http://www.hospitalityclub.org). Straßenmusik wollte ich dort auch machen. Aber auf Grund schlechten Wetters und einer sehr teuer zu erwerbenden Genehmigung, ließ ich das schnell sein, und fuhr mal wieder nach Freiburg. StraMu geht dort an Samstagen sehr gut.
Nach dem Wochenende (es war Anfang Dezember) ging es gen Nord-Osten in mein geliebtes Tübingen. 5 Tage etwa spielte ich dort ordentlich Geld ein, und fuhr am anschließenden Wochenende nach Stühlingen an die schweizerische Grenze zwischen Freiburg und Konstanz. Dort verbrachte ich eine Woche im Kapuzinerkloster und genoss eine Schlemmerkur, für die Schwester Odwina und der Metzger Theo (auch ein Gast) verantwortlich waren.
[Über den Besuch im Kloster sollte ursprünglich auch ein Artikel entstehen. Ist aber nicht. Und so dürft Ihr es einfach selber besuchen, wenn euch das interessiert. http://www.kapuziner.org/stuehlingen ]
Nach Stühlingen ging es schon wieder nach Tübingen (StraMu am Samstag geht dort auch sehr gut), anschließend ein Besuch auf der Wagenburg in Göttingen, und dann an den Harzrand nach Osterode meine bucklige Verwandschaft zur Advendszeit beglücken.
Nach Osterode führte mein Weg Richtung “Heimat” nach Hannover Freunde besuchen, und schließlich treffe ich pünktlich, bevor das Christkind eintrifft, bei meinen Eltern in Rodenberg (bei Hannover) ein.
Ach wie schön ... schon wieder Schlemmerkur!
Am zweiten Weihnachtsfeiertag war ich zum Kaffee und Kuchen bei Hilde und Martin verabredet (Musikwerkstatt-Rzeszut / mein zweites zu Hause?), und bis Sylvester herrschte immer noch Schlemmerkur. Dieses Mal war Hilde dafür verantwortlich. [Nee, nich nur, Du hast auch ma gekocht! d. Redaktör]
Das Jahr 2007 begann mit “Rumdümpelei” , und einer weiteren arbeitsamen Woche in Tübingen.
Dort traf ich mich mit einer Bekannten, die ich im Dezember auf dem Tübinger Weihnachtsmarkt kennengelernt hatte, um sie mit nach Spanien zu nehmen. Ein jüngeres Mädl, die auch durch die Gegend reist (u.a. Peru) und ihre Reisekosten durch den Verkauf von selbst hergestellten Schmuck verdient. Jonglieren und Geige spielen kann sie auch.
Am 15. Januar (Halbzeit!!! -ein halbes Jahr unbezahlter Urlaub ist rum) geht es also endlich los in den Süd-Westen Europas. Hurraaa!
Ganz gemütlich geht es nun an 4 Tagen durch Frankreich nach Barcelona. Nach ca. 500km/täglich, suchten wir uns abends in der Dunkelheit stets ein nettes Plätzchen zum Übernachten (gelobt sei mal wieder die Anschaffung des VW-Busses) und ließen uns morgens überraschen, wie die Gegend bei Tageslicht aussieht. Oft positiv überrascht.
Eine der schönsten Stellen war in der Nähe von Valenc in einem kleinen Tal mit Gebirgsbach, der zum Baden und zum Auffüllen der Wasservorräte einlud.
Aber es erwies sich leider nicht als trinkbares Wasser, was wir durch Übelkeit und Fieber zu spüren bekamen [...da lag wohl oberhalb nen totes Schaf im Bach oder so, ...odern Stier weil das is ja Spanien…d.Sätzer]
Jetzt ist aber wieder besser, und Spanien kann kommen.
Sarah (meine Mitreisende) habe ich gestern nach einem kleinen Abenteuer [interrresant! Tell us more!] in der Barceloner Rushhour, in Manresa ihrer Freundin übergeben. Die sind jetzt in den Pyrenäen wandern, und ich mache Wochenende und versuche anzukommen.
Das Wandergebiet hier liegt in Catalunya, also im Osten Spaniens am Pyrenäenrand. Die Vegetation ist recht grün und nadelig. Salbei läßt sich hier finden, und sonstiges Gestrüpp. Kenne mich mit Pflanzen leider nicht so gut aus. [wer schickt Arno mal nen KOSMOS-Pflanzenbestimmungsbuch? d.Red.]
Schön einsam ist es hier, und ich kann mal wieder voll die Zeit für mich genießen. Wanderer kommen hier kaum vorbei, dafür brummt aber um so öfter ein Flugzeugschleppzug über mich hinweg, was mein Segelfliegerherz (ja ja, eigentlich bin ich auch Segelflieger) erstaunlich hoch schlagen läßt. Ein Flugzeugschleppzug ist übrigens ein Gespann aus Motorflugzeug und Segelflugzeug. Das Segelflugzeug läßt sich von einem Motorflugzeug anhand eines Seils so weit hoch ziehen, dass es die Möglichkeit hat, alleine durch Aufwinde oben zu bleiben. Na ja, und hier scheinen gute Hangwinde zu sein. Denn der Segelflieger löst das Seil immer ziemlich direkt über meinem Standort. [mensch Arno, pass auf den Haken auf!!!...und da is doch immer son Sandsäckchen dran, also besser nich nach oben gucken und schnell in den Bus rein! d.S.]
Leider bin ich nicht so gut ausgestattet, dass ich meinen Zeilen Bilder zufügen könnten. Aber, vorhin auf einem Spaziergang kam ich an einer Wanderinformationstafel vorbei. Nebst Bildern und Ortsbeschreibungen fand ich die Koordinaten zu diesem Punkt an dem ich mich befinde. Na ja, und so könntet Ihr Euch das hier einfach selbst von oben anschauen.
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich bei google-earth ein Feld gesehen, an dem man die Zeilkoordinaten eines Punktes eingeben kann. Also - hier:
N-41grad-36’-32,4’‘
O-001grad-40’-19,5’‘
Ist keine hervorragend schöne Gegend hier, aber dann könnt ihr mal sehen wo ich bin.
Meine Reiselust ist gerade ein wenig geschwächt, und es machen sich Heimweh nach Kiel, Rodenberg und Tübingen breit. Was wohl daran liegt, dass ich doch noch nicht so ganz fit wieder bin. Koche das zu trinkende Wasser jetzt auch immer erst ab. [Bist du nach dem Trinken krank, tu Micropur in’n Wassertank! Quelle: Gesundheitstip der Woche/Fragen Sie Dr. Tönchen!]
Am Montag treffe ich mich mit der Sarah in Manresa. Dann machen wir wohl noch ein paar Tage StraMu dort, und fahren dann gemeinsam nach Cabo de Gata, wo die “Hippies” in Höhlen wohnen. [Darüber wollen wir aber was lesen! d. Abenteuer-Redaktion]
Ach je ihr Lieben, bin wirklich noch immer nicht richtig gesund, und es macht sich schon wieder akkute Schreibfaulheit breit.
Also, bis Bald.