Mittwoch, 13. Juni 2007
Polizist wirft Steine! - Zivil-Beamte inmitten friedlicher Demonstranten bei G8
Eine Meldung von Attac, die der Redaktion von Augenzeugen bestätigt wurde
“Die besondere Aufbauorganisation der Polizeidirektion Rostock (Kavala) hat am heutigen Freitag den Einsatz von Zivilpolizisten während der Gipfelproteste zugegeben. Angeblich hatte der Beamte lediglich Informationen über die Planung und Begehung von Straftaten gesammelt und nicht dazu angestiftet.
Am Mittwoch war ein Zivilbeamter in der Blockade an der Galopprennbahn Bad Doberan von Protestteilnehmern enttarnt worden. Der schwarz gekleidete angebliche Autonome hatte Aktivisten angesprochen und aufgefordert, Steine zu werfen sowie selbst einen Stein geworfen. Das haben mehrere Zeugen unabhängig voneinander berichtet. Ein Protestteilnehmer aus Bremen erkannte den ebenfalls aus Bremen stammenden Polizisten. Dieser weigerte sich, seine Identität preiszugeben und seinen Ausweis zu zeigen. Als die Stimmung unter den anderen Blockierern immer gereizter wurde, begleiteten mehrere Protestteilnehmer den Zivilbeamten aus der Menge und übergaben ihn der Polizei.” Soweit der Bericht von Attac vom 8.Juni.
Nach Augenzeugenberichten sollen sich sogar vier schwarzvermummte Gewaltbereite unter die friedlichen Demonstranten gemischt und diese zur Gewalt aufgefordert haben. Die friedlichen Demonstranten wiedrum forderten die Schwarzvermummten unverzüglich auf, ihre Identität preiszugeben. Diese wollten sich jedoch nicht ausweisen und ergriffen die Flucht. Einen der Schwarzvermummten konnten die friedlichen Demonstranten einkreisen, festhalten und enttarnen.
Dies ist eine unglaubliche Geschichte, die das Vertrauen in unsere Demokratie gründlich enttäuscht! Wer denkt sich in diesem Lande solche wahnwitzigen Sachen aus? Welcher Geheim- oder öffentliche Dienst nimmt sich solche Frechheiten heraus? Solche Aktionen sind nicht nur destruktiv, sondern sie gefährden die Sicherheit und den Frieden in unserem Lande. Ziel dieser Aktion war offensichtlich die planmässige Verunglimpfung friedlicher Demonstranten. Wir erwarten von diesem Staat eine ausdrückliche Entschuldigung sowie die Offenlegung aller weiterer Aktionen dieser Art!