Samstag, 22. November 2008
Ghandis zweiter Tod – Christenverfolgungen in Indien
Bestandsaufnahme und Hintergründe

Es brennt im wahrsten Sinne des Wortes! Schon seit längerem werden – nahezu unbemerkt von der westlichen Welt – über 50 000 Christen im Kandhamal-Distrikt (Orissa) in Indien von radikalen Hindu wegen ihres Glaubens bedroht und auch zwangsweise zum hinduistischen Glauben „bekehrt“. Die Dächer ihrer Häuser werden eingerissen oder die Häuser werden gleich angezündet. Plündernde, vergewaltigende, mordende und brandschatzende Horden nationalistisch, faschistisch denkender Hindus ziehen durch die Dörfer. Christen werden willkürlich verhaftet, ermordet und aus ihren Dörfern vertrieben.
Acht grosse Flüchtlingslager sind entstanden. Christlichen Ureinwohnern droht bei der Rückkehr in ihre Heimatdörfer der Tod. Mehrere Rückkehrer, die sich nicht zwangsweise zum Hinduismus konvertieren ließen, wurden bereits ermordet. Mordpraktiken sind das Aufschlitzen von Kehlen, das Enthaupten mit Beilen oder das Anzünden der Menschen nach Übergiessen mit Kerosin.
Der Westen guckt bisher noch weg!
Die Catholic Union, Chandigarh berichtete gestern per Mail an die Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen: „The states of Orissa, Chhattisgarh, Madhya Pradesh, Karnataka, Tamil Nadu and Uttaranchal have been severely affected. In Orissa, over 4,500 houses have been burnt and 300 villages purged ofall Christians in the worst case of ‘ethnic cleansing’ in Independent India. Over 50,000 are homeless, ten thousand of them in government camps. We have the names of Sixty dead and close to Ninety men are still reported missing and may be dead in the forest. Independent probes have spoken of clandestine disposal of bodies. School children are without education, babies without infant food, and families without warm clothes in the cold hill tract.“ [zitiert aus einer Pressemitteilung per Mail von Dr John Dayal, National Integration Council member, Chandigarh, November 20, 2008 an die GfbV]
Die aufgeheizte Situation wird in diesem Pressetext (den ich in einem noch folgenden TÖNCHEN! - Artikel detailierter referieren werde) wie folgt beschrieben: „The situation in Orissa, Karnataka Tamil Nadu and Chhattisgarh, however, continued to be terrible despite assurances by Central and state governments. In Orissa and other states ruled by the Bharatiya Janata party, the police forces and the subordinate criminal justice apparatus had been heavily infiltrated by the communal ideology of the Sangh Parivar. The result was that the police was a mute bystander and often an active participant in attacks on Christian houses of worship and gatherings, and assaults on priests. This state of impunity mustend There also have been many cases of sexual violence. Cases were often not registered, and tragically, it was the victim Christians who ended up facing the wrath of the government. A hate campaign continues unabated in the media and on the streets, targeting Christians and their faith, questioning their patriotism and stigmatizing their religious personnel.“ [Dr. John Dayal, s.o.]

Am 26.10.2008 sendete die ARD einen Film des ARD-Korrespondenten Florian Meesmann, New Delhi über die Vorgänge und informierte auf der Tagesschau-Website über Christenverfolgungen vom August dieses Jahres. Uwe Lueb vom ARD-Hörfunkstudion Neu-Delhi berichtete über die Eskalation der Gewalt gegen Christen und über eine Demonstration für Religionsfreiheit in Neu Delhi, wo Erzbischof Reverend Vincent Concessao sagte: “Wir wollen bekräftigen, dass jeder Bürger dieses Landes Religionsfreiheit genießt. Auch der Übertritt zu einer anderen Religion ist ein grundlegendes Recht. Erzwungene Übertritte müssen dagegen untersucht werden - aber lasst sie ebenso gewaltsame Rückübertritte zum Hinduismus untersuchen.”
Ansonsten hielt sich die bundesdeutsche Presse mit der Berichterstattung über den Genozid in Indien sehr zurück. Einmal mag es natürlich daran liegen, dass Journalisten offiziell und normalerweise nicht in die betreffenen Regionen gelangen können – nur wenn man es wirklich versucht und über Beziehungen verfügt. Zum anderen stand Indien schon immer im Schatten bei Berichterstattungen.
Interessant auch: weder auf der Website der EKD in Deutschland, noch auf der Website des Heiligen Stuhls (Vatikan) fanden sich irgendwelche Informationen über die Christenverfolgungen in Indien. Die FAZ berichtete allerdings Anfang September, Papst Benedikt XVI. gehöre „...in der vergangenen Woche zu den Ersten, die die Ausschreitungen in Orissa verurteilten. Das italienische Außenministerium bestellte am Montag den indischen Botschafter ein und übermittelte ihm die „tiefe Besorgnis“ der Regierung in Rom.“
Der Journalist und Menschenrechtler Dr. James Albert aus Göttingen – er ist indischer Abstammung - setzt sich seit Jahrzehnten vehement für bedrohte ethnische Minderheiten ein. Im Auftrag der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) reiste er dieses Jahr zweimal nach Indien, um über die Konfliktsituation zwischen Hindus und Christen zu recherchieren.
Ende Oktober /Anfang November dieses Jahres gelang es Dr. Albert mittels einer offiziellen Genehmigung von indischer Seite die von der Außenwelt abgeriegelte Krisenregion zu besuchen. Wie er vermutet waren er, sein Fahrer und ein Dolmetscher (für die lokalen Dialekte) die ersten Augenzeugen einer Hilfsorganisation. Sie durften die betroffene Gegend drei Tage lang besuchen und einige Flüchtlingslager besichtigen. Dr. Albert führte dabei und im Auftrag der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zahlreiche Interviews mit vertriebenen Christen durch und fotografierte Zerstörung und Leid. Auch alle Fotos in diesem Beitrag entstanden bei diesem Besuch. Eines (nebenstehend) zeigt Dr. Albert inmitten von Flüchtlingen, wir sehen ausgebrannte Häuser und Szenen aus Flüchtlingslagern.

Im Rahmen der GfbV(Göttingen) veröffentlichte Dr. Albert kürzlich und zusammen mit Ulrich Delius aus diesem Material seinen 20 Seiten langen „Orissa-Report“, der demnächst auch exklusiv im TÖNCHEN! zu lesen sein wird. Es scheint sich hierbei um die ausführlichste journalistische Berichterstattung zu handeln, die bisher in deutschsprachigen Medien zum Konflikt in Kandhamal veröffentlicht wurde, und die sich nicht nur auf die detailierte Schilderung des Unrechts beschränkt, sondern auch auf die Hintergründe hinweist und Überlegungen zu politischen Verflechtungen mit einbezieht – wir wir im Folgenden hören.
Dr. James Albert – native speaker und Kenner seines Heimatlandes - sagte mir, dass der tiefere Grund für die Unruhen wirtschaftspolitische Ursachen habe: reiche Unternehmer beuten das Land auf Kosten der Armen aus: „Es geht um den wirtschaftlichen Gewinn der höher kastigen Hindus. Die ethnische Gruppe der Adivasi [Ureinwohner des Landes,d.Red.]), die zum Teil zum Christentum konvertiert sind, sollen von ihrem Land vertrieben werden. Hierfür werden ihre Häuser gezielt zerstört und Panik unter ihnen erzeugt. Sind sie geflüchtet, ist das Land ‘herrenlos’! Religion dient nur als Vorwand. Mit echten religiösen Gefühlen, kann dies nichts zu tun haben.“
Um den Konflikt aus europäischer Sicht überhaupt verstehbar zu machen, zitierte ich im Folgenden aus der Zusammenfassung des Orissa-Reports der Autoren Albert und Delius (GfbV) bzw. berufe mich auf Fakten, die mir Dr. James Albert im Rahmen eines Telefongespräches kürzlich und persönlich mitgeteilt hat.
Seit dem Mord am radikalen Hindu-Führer (Der Swami Laxmananand war VHP-Führer) am 23. August 2008 wurden rund 50.000 christliche Ureinwohner und Dalits („Unberührbare“) aus mehr als 300 Dörfern vertrieben. Der Adivasi-Experte der GfbV, Dr. James Albert, konnte mehrere Christen interviewen, die auf Betreiben von Hindu-Extremisten willkürlich verhaftet worden waren und mehrere Wochen grundlos in Polizeigewahrsam festgehalten wurden. Ihnen wurde vorgeworfen, für die Ermordung des Hindu-Führers verantwortlich zu sein, obwohl sich bereits maoistische Rebellen zu dem Mord bekannt hatten.
Gezielt wurden die christlichen Ureinwohner aus ihren Dörfern vertrieben, um ihre Lebensgrundlage zu zerstören. Die als Kleinbauern und Sammler von den Früchten des Waldes lebenden Adivasi-Ureinwohner haben in den eilig eingerichteten Flüchtlingslagern keine Perspektive. Mehr als 4.400 ihrer Häuser wurden geplündert und zerstört. Systematisch hatten die Hindu-Extremisten vor allem die Dächer der Lehm- und Stein-Häuser vernichtet, damit der Regen das Haus unbewohnbar
macht.
Zurückkehren können die Vertriebenen nur, wenn sie sich zwangsweise zum Hinduismus „bekehren“ lassen. Die GfbV-Untersuchungsmission interviewte zahlreiche Opfer von Zwangskonversionen. Die Zwangskonvertierten wurden gezwungen, ihre Bibeln zu vernichten und mussten neue Namen annehmen. Schriftlich mussten sie bestätigen, dass sie freiwillig konvertierten und selbst ihre Häuser in Brand gesteckt hätten. Ebenso mussten sie akzeptieren, zukünftig auf der niedrigsten sozialen Stufe der Kastengesellschaft zu leben.
Die Berichte von Augenzeugen belegen, dass die Gewalt nicht spontan entstanden und vom Mob ausgegangen ist, sondern dass radikale Hindu-Organisationen den Mord an ihrem Führer nutzten, um gezielt Christen zu vertreiben und einzuschüchtern. So wurden innerhalb weniger Stunden mehr als 400 Bäume von Hindu-Aktivisten gefällt, um Angehörigen der Minderheit eine Flucht mit ihren Fahrzeugen unmöglich zu machen. Auf diese Weise sollte der Zugang von Rettungs- und Polizeikräften in die Krisenregion wirksam unterbunden werden. Den Gewalttätern sei es nicht darum gegangen, möglichst viele Menschen zu töten; sie wollten mit einigen besonders grausamen Morden Angst und Schrecken unter der religiösen Minderheit verbreiten.
Die Angreifer konnten sich bei ihren Gewalttaten der stillschweigenden Unterstützung der lokalen Polizeikräfte des Bundesstaates Orissa sicher sein, die den Christen wochenlang jeden Schutz verweigerte. Erst der Einsatz der Bundespolizei CRPF verbesserte die Sicherheitslage spürbar, so dass seltener Kirchen und Häuser niedergebrannt werden.
Sowohl Bundesbehörden als auch Landesbehörden haben zu spät und unzureichend gehandelt, um den Schutz der religiösen Minderheit und ihrer Habe zu sichern.
Besonders katastrophal war das Verhalten der Landesregierung Orissas. Sie gewährte radikalen Hindu-Propagandisten den Zugang zu der unter dem Ausnahmezustand stehenden Krisenregion Kandhamal, so dass diese dort weiter Gewalt schüren konnten. Auch genehmigte sie im August 2008 einen Trauerzug mit dem Leichnam des ermordeten Hindu-Führers, der in hunderten Dörfern eine Spur der Verwüstung und des Schreckens hinterließ.
Verantwortlich für die Gewalt sind radikale Hindu-Organisationen wie der Welt-Hindu-Rat (VHP), die Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS) sowie deren paramilitärische Organisation Bajrang Dal. Auch Politiker der nationalistischen Hindu-Partei Bharatiya Janata Party (BJP) schürten die Konflikte in Orissa. Die radikalen Hindu-Organisationen VHP, RSS und Bajrang Dal müssen verboten werden, da sie nicht nur in Orissa systematisch religiöse und ethnische Auseinandersetzungen anheizen. Von Schikanen und Provokationen radikaler Hindu-Organisationen betroffen ist auch die muslimische Minderheit in dem Bundesstaat Gujarat. Auch sechs Jahre nach pogromartigen Übergriffen auf die Muslime verweigert die von der BJP angeführte Landesregierung von Gujarat der Minderheit noch immer Wiedergutmachung. Vergeblich warten die im Jahr 2002 vertriebenen Muslime bis heute auf eine angemessene Hilfe bei ihrer Wiedereingliederung.
Die radikalen Hindu-Organisationen gefährden mit ihrer Hass-Propaganda die Freiheit der Religionsausübung und die Demokratie in Indien. Statt das Zusammenleben der verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppen in dem Vielvölkerstaat zu fördern, schüren sie bewusst Konflikte, um den Hindu-Nationalismus zu institutionalisieren und voranzutreiben.
Ein grosses Problem: Zwangskonvertierungen: Christliche Adivasi und Dalits berichteten, dass Hindu-Angreifer ihnen drohten, ihre Häuser in Brand zu stecken und sie zu ermorden, wenn sie sich nicht vom Christentum abwenden und zum hinduistischen Glauben bekennen würden. Rund 600 Christen sollen in den letzten drei Monaten in Orissa zwangsweise zum Hinduismus konvertiert worden sein.

Zwei Zwangskonvertierte, der 45 Jahre alte Cyprian Digal aus dem Dorf Pirigida und der 56 Jahre alte Daud Nayak aus dem Ort Dahrampur, beschrieben Dr. Albert die Umstände ihrer „Zwangsbekehrung“: am 25. August wurden 14 Christen aus mehreren Dörfern von Hindu-Aktivisten zur Zwangskonversion zusammengetrieben. Geleitet wurde die Zeremonie von einem brahmanischen Priester Srinivas. Zur inneren Reinigung wurde den Christen ein Getränk verabreicht, das aus einer Mischung von Kuhdung, dem Urin von Kühen und Kuhmilch bestand. Sie mussten dieses Getränk vor den Augen der nationalistischen Hindu zu sich nehmen. Auch wurden ihnen der Kopf kahlgeschoren, bis auf einen kleinen Zopf am Hinterkopf. Mehrfach mussten sie die Slogans (Es lebe der Gott Rama / Hoch lebe die Kraft von Bajrang / Hoch lebe Mutter Indien) anstimmen. Sie wurden angewiesen, ihre Bibeln zu vernichten.
Dr. James Albert kommentierte gegenüber TÖNCHEN!: “Die VHP oder die RSS tun so, als hätten sie den Gott “Rama” für sich gepachtet. Gandhi starb mit dem Namen ‘Rama’ auf den Lippen, als er von einem RSS-Mann 1948 erschossen wurde.“ - Und weiter mit sarkastischem Unterton: „Goodbye Ghandhi! - Das ist wie in jenem Film, den wir alle kennen…nun passierte Ghandis zweiter Tod…“
Dr. Albert fährt fort: „Und als Schwester Meena (eine katholische Nonne) in der Ortschaft Nuangaon im August 2008 vergewaltigt wurde, skandierten die Schergen des Bajrang Dal ‘Jai Sri Ram’! Dies ist von den VHP-Führern nicht beanstandet worden. Im Gegenteil, Schwester Meena wird von ihnen weiterhin mit Hohn überhäuft! Mit “Hindusein” im sprituellen Sinne, kann dies nichts zu tun haben.“
Dass aber auch weiterhin Hindus den bedrängten Christen zu Hilfe kommen, darf nicht unerwähnt bleiben. Dr. Albert berichtet gegenüber TÖNCHEN! von einem Fall, wo Hindu-Extremisten in einem Dorf systematisch Häuser von Christen anzündeten, aber schliesslich vor einem Haus eines christlichen Pfarrers von Hindus gestoppt wurden mit dem Hinweis, sie würden nicht erlauben, dass das Haus ihrer christlichen Nachbarn angezündet werde. Dr. Albert: „Die Plünderer hielten inne und berieten sich. Dann gab es einen Streit unter ihnen und sie zogen ab. Trotzdem wurde das Haus der Schwester des Pfarrers später angezündet und noch weitere Häuser im Dorf. Die Kirche blieb jedoch unversehrt.“
Solche Augenzeugenberichte haben hohe Beweiskraft. Ich meine, dass Berichte wie dieser, der Orissa-Report, die Filme der ARD usw. natürlich noch weitere Öffentlichkeitsarbeit nach sich ziehen werden. Wie bei den jüngsten Vorkommnissen in Tibet so ist es auch hier wichtig, dass das Ausland (vor allem Europa/der Westen) über massive Menschenrechtsverletzungen im östlichen Indien erfährt – UND REAGIERT! Nur bei hohem öffentlichen Meinungsdruck von aussen wird Indiens Regierung Gegenmaßnahmen ergreifen müssen. Kein westlicher Indientourist mag schliesslich mehr Hindu-Feste oder den Sonnentempel von Bhubaneswar besuchen, wenn er weiss, dass der indische Staat diesen Genozid an Christen dort duldet. Ein Einbruch des Tourismus in ganz Indien wäre die nur allzukonsequente Antwort des Westens auf die hier beschriebenen, vom Staat offensichtlich noch geduldeten Gewaltpraktiken militant organisierter und faschistisch denkender Hindus.
Im Kapitel 2 des Orissa-Reports empfiehlt die Gesellschaft für bedrohte Völker folgende Gegenmaßnahmen bzw. Handlungsstrategien, die TÖNCHEN! umgehend dem deutschen Aussenminister zur Weitergabe an die indische Regierung empfehlen wird:
# Unverzügliche juristische Aufarbeitung der pogromartigen Überfälle und Bestrafung der für die Verbrechen Verantwortlichen.
# Das indische Central Bureau of Investigation (CBI, entspricht unseremBundeskriminalamt) muss mit den Ermittlungen im Kandhamal Distrikt beauftragt werden, da die lokalen Polizeibehörden keine Gewähr für umfassende und neutrale Ermittlungen bieten. Auch das Versagen der lokalen Institutionen und der Bundesbehörden muss untersucht werden.
# Alle von den mutwilligen Zerstörungen betroffenen Einzelpersonen und Institutionen müssen angemessen und zügig entschädigt werden.
# Die Freiheit der Religionsausübung muss auch im Bundesstaat Orissa garantiert werden; niemand darf zwangsweise „bekehrt“ werden.
# Radikale hinduistische Organisationen (VHP, Bajrang Dal, RSS) müssen in ganz Indien verboten werden, da ihre Agitation ethnische und religiöse Auseinandersetzungen schürt.
# Zulassung von nationalen und internationalen Hilfsorganisationen, um den Wiederaufbau der zerstörten Häuser, Kirchen und sozialen Einrichtungen zu fördern.
# Kein Abzug der Bundespolizei CRPF, da nur sie die Gewähr für einen gewissen Schutz der Christen bietet.
# Verstärkung des Schutzes religiöser Minderheiten und ihrer Einrichtungen.
# Binnenflüchtlingen muss eine menschenwürdige Rückkehr in ihre Heimatdörfer ermöglicht werden oder sie müssen bei ihren Bemühungen unterstützt werden, um in anderen Regionen des Landes Aufnahme zu finden.
Nach allen Informationen, die mir seit Jahrzehnten über Indiens Wirtschaft zugänglich waren (und die ich selbst erstmals 1979/80 auf einer Reise durch Nord- und Südindien zu sammeln begann) steht auch für mich fest, dass die jüngsten Menschenrechtsverletzungen und Pogrome in Indien durch übertriebene Kapitalinteressen einer reichen Oberschicht verursacht wurden. Ureinwohner werden im Auftrag des Kapitals von ihrem angestammten Land vertrieben, erniedrigt, gesundheitlich geschädigt. Ihre wirtschaftliche Autonomie und ihre Freiheit wird ihnen im Namen des Kapitals genommen. Dazu passen auch die gewaltsamen Landräumungen im Interesse des Autoproduzenten TATA-Group (Stichwort „Nano“) oder gewaltige Staudammprojekte u.v.a.m.
Der Fotograf Richard Grove dokumentiert mit seinen gelungenen Fotos u.a. auch die Menschenrechtsverletzungen an den Adivasi und schreibt: „Adivasi, which translates literally as ‘first people’, is a term that the tribes of India use to describe themselves. There are an estimated 220 million Indigenous people in the world, 67.7 million are in India, more than any other country. However, the Indian government have claimed there is no Indigenous people in India, or rather, the whole Hindu population is indigenous. As globalization and development projects affect India the Adivasi are coming under increasing pressure since their land and villages stand in the way of mining, dam and forestry projects.“ [Quelle siehe unten]
Selbst Blinde können sehen, dass unter diesen Umständen Religionskonflikte und in diesem Falle die Erniedrigung der Christen und Moslems gerade zur rechten Zeit kommen. Die indische Kastengesellschaft kommt dem Kapital entgegen, weil sie den Reichen hilft, das Kapital zusammenzuhalten und die anderen ausschliesst. Es ist die oberste Kaste der Brahmanen, die die Ausbeutung des Landes betreibt und hemmungslos und eiskalt den Ärmeren und ganz Armen (die Menschen der unteren Kasten und kastenlosen) im wörtlichen Sinne das Wasser abgräbt.
Brahmanen sehen sich als Elite und bilden logenähnmliche Netzwerke (in etwa vergleichbar den britischen Masons, den Freimaurern). Nicht von ungefähr wird auch Grossbritannien von Masons regiert und zwischen England und Indien bestehen da die besten und freundschaftlichesten Beziehungen auf dieser Ebene. Man hilft sich, man schachert sich Posten zu, man schachert sich Kapital zu, man erbt und vererbt Billionen von Dollars, man etabliert in grossem Stile faschistoide Machtstrukturen und meint dann, so unangreifbar und von der Öffentlichkeit unbeobachtet agieren zu können.
Glücklicherweise bleibt dieses Unwesen einer unglaublichen Gewinnmaximierung auf Kosten armer Menschen nicht unbeobachtet! Betrachten wir doch mal die „Forbes Rich List 2008“: unter den 8 reichsten Billionären der Welt befinden sich allein vier Inder! Wir finden da Lakshmi Mittal (Stahlindustrie/ ca. 45.0 Billionen Dollar Kapital), Mukesh Ambani (Petrochemie / 43.0 Billionen Dollar Kapital), Anil Ambani (Verschiedenes, u.a. Telekommunikation/ ca. 42.0 Billionen Dollar Kapital), KP Singh (Grundeigentum, Immobilien / ca. 30.0 Billionen Dollar Kapital).[Quelle: ]http://www.forbes.com/worldsrichest/] Inzwischen ist diese Auflistung garantiert schon überholt, denn sie datiert auf Mai 2008. Schliesslich haben wir jetzt November und Onkel Dagoberts Geldspeicher dürfte nun um schlappe 120% voller sein, legen wir mal den Kapitalzuwachs seit August 2007 zugrunde. Peanuts…versteht sich, Sir.
Für Leser, die so etwas nicht glauben wollen, weil sie Indien vielleicht durch eine ältere Brille sehen, wäre jener SPIEGEL ONLINE – Artikel vom März 2007 lehrreich, der unter der Überschrift „Russland, Indien, China - die neue Heimat der Superreichen“ erklärt: „Aufbruch auch in Indien. Es hat mit 36 Dollar-Milliardären (deren Vermögen sich insgesamt auf 191 Milliarden Dollar summiert) in Asien inzwischen sogar das hoch entwickelte Japan weit hinter sich gelassen. Dort gibt es dem Magazin [Forbes,d.Red.] zufolge “nur” 24 Milliardäre, die insgesamt immer noch stolze 64 Milliarden Dollar besitzen.“ Oh Heuschreck!
Im Club der Billionäre befanden sich im August letzten Jahres die reichsten Inder laut Forbes-Liste auf folgenden Plätzen: Lakshmi Mittal Nr. 5, Mukesh Ambani Nr. 14, Anil Ambani Nr. 18, Kushal Pal Singh Nr. 62. Nur neun Monate später(!) holten sie wie folgt auf: Lakshmi Mittal Nr. 4, Mukesh Ambani Nr. 5, Anil Ambani Nr. 6, Kushal Pal Singh Nr. 8. In keinem anderen Land der Welt lässt sich ein derartig rasanter Zuwachs von Reichtum feststellen. Merke: Herr Singh vermehrte sein Vermögen innerhalb von neun Monaten von 10.0 Billionen Dollar auf 30.0 Billionen Dollar, das ist ein Zuwachs von 200%! [Frage der Redaktion: was macht er nur mit so viel Dollars?]
Einen Blick in die Zukunft veröffentlichte unlängst die Nachrichtenagentur AFP. Nach aktuellen Untersuchungen - so heisst es - leben in Indien zur Zeit 100 000 Dollar-Millionäre. Die britische Banken- und Investmentgruppe Barclays eröffnete in Indien soeben eine Vermögensverwaltung für Superreiche. Innerhalb der nächsten neun Jahre soll sich dort nach Schätzungen die Anzahl der Dollar-Millionäre vervierfachen. [Frage der Redaktion: was machen die nur mit so viel Dollars?...Na ja…das sind ja nur die MILLIOnäre…arme Schlucker…]
Über Billionär Herrn Singh – der sein Kapital innnerhalb neun Monate verdreifachte! - berichtet Forbes: „A former army officer, known as K.P., he joined his father-in-law’s Delhi Land & Finance in 1961. Singh later built DLF City in Gurgaon, his showpiece township on the outskirts of Delhi, by acquiring land from farmers. Over time, he transformed it into one of India’s biggest real estate developers. Group plans to raise another $1.5 billion by listing a subsidiary in Singapore. A keen golfer, he now leaves son Rajiv, daughter Pia to run operations.“ [zitiert nach Forbes s.o.]
Dass dieser Zuwachs an Reichtum in direktester Beziehung mit Unruhen, Genozid, Protesten und bürgerkriegsähnlichen Zuständen zu sehen ist, liegt auf der Hand. Reichtum an Land und der Handel mit Land, das allen Menschen gleichermaßen gehören sollte hat immer Ausbeutung und Armut, Vertreibung und Gewalt, Bürgerkriege und große Kriege zur Folge. Die Symptomatik besonders auch des Adivasi-Genozids zeigt uns besonders deutlich, dass der indische Neureichtum nicht nur etwas mit dem globalem Handel zu tun hat. Aber interessant ist natürlich die Frage, inweit Indien aufgrund seiner extrem reichen Oberschicht zur Drehscheibe des Waffenhandels oder der Atomindustrie geworden ist. Superreiche lassen sich ja solche Investitionen niemals entgehen und mutieren damit zur Bedrohung der gesamten Menschheit. Just in dem Jahr 1979 (wo ich mich in Indien erstmalig umsah), jubelten Lokalpolitiker in Lucknow und Ingenieure in Delhi mir – dem Zeugen aus dem Westen - zu: „wir haben nun endlich die Atombombe!...isn’t it nice?“...ein unheimliches Erlebnis. 1974 und fünf Jahre vor meinem Besuch wurde tatsächlich die erste gezündet.
Im Ausland sind diese Fakten zwar nicht ganz unbekannt, doch Indien ist für die meisten Menschen immer noch das alte Entwicklungsland mit all der schönen alten Kultur. Reist der Europäer nach Indien, besucht er Rajasthan, das Red Fort in Delhi oder Varanasi. Er feiert mit den Hindus beseelt am Ganges und nimmt meist nichts wahr von den wirtschaftlichen Problemen und planmässigen Menschenrechtsverletzungen in diesem Land. Vielleicht sieht er arme Menschen auf den Strassen sterben, doch warum sie dort sterben, bleibt ihm unverständlich.
Es ist ein gewisser Sarkasmus: soeben wird der „billige“ Nano-VW von TATA in die Märkte eingeführt. Dieser Megakonzern kooperiert mit Daimler. Bosch liefert über seine indische Tochter Mico die Einspritztechnik. Europa verdient kräftig mit und keinen interessiert es, dass am Nano das Blut erschossener indischer Kleinbauern klebt, deren Land man für die Produktionshallen enteignete. Deutschland hat in dieser Beziehung sogar Tradition: beim beim Bau der Hüttenwerke in Rourkela waren wir seit 1958 mit dabei und haben mitgeholfen, ca. 16.000 Adivasi von ihrem angstammten Land zu vertreiben! [Ein aufschlussreiches Video zur TATA-Thematik gibt es hier: „Strikes may force Tata factory to shutdown - 23 Aug 2008“ ]http://de.youtube.com/watch?v=XfUgZtI7aSQ]
In unseren Schulen wird im Erdkundeunterricht das indische Kastenwesen immer noch als sozusagen von Gott gegeben angesehen, als unverrückbares Merkmal der indischen Kultur und des Hinduismus. Die Ursprünge des Kastenwesens liegen im Dunkeln. Sicherlich fanden es die reichen indischen Machthaber der letzte 2000 Jahre überaus praktisch, Macht und Reichtum innerhalb der obersten Kaste und nur unter sich aufzuteilen (obwohl es auch arme Brahmanen gab). In Europa sind Rechtlosigkeit, Sklaverei und Leibeigenschaft längst vergessen…in Indien nicht. Frau Merkel sollte dies bedenken, wenn sie - wie soeben gemeldet - sich jetzt fruchtbare Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und Indien wünscht.
Durchaus gab es in den letzten Jahrzehnten auch Bestrebungen indischer Menschenrechtler, das Kastenwesen wegen der mit ihm verbundenen sozialen Ungerechtheit abzubauen. Auch Ghandi kämpfte gegen die Einteilung der Menschen nach Kasten und war selbst Opfer und als offiziell Kastenloser Schikanen ausgesetzt. Wie wir sehen, fördert das Kastenwesen die wirtschaftliche Ausbeutung durch die Reichen und wird offensichtlich wieder verstärkt von ihnen „genutzt“ als Argument für Pogrome im Namen der „modernen Wirtschaft“. Die Kastenlosen haben überhaupt keine Rechte und hier muss die internationale Hilfe, aber auch die internationale Politik eingreifen. Man muss vom Ausland her dieses Problem deutlich durchschauen und die durch den Zwang zum Kastenwesen verursachten Menschenrechtsverletzungen anprangern!
Die indische (und europäische) Tourismusindustrie bemüht sich seit Jahrzehnten um Verheimlichung des Problems „Armut“. Als europäischer Reisender hat man ja auch hauptsächlich mit englischsprachigen Indern zu tun, die einem alles erklären, was der Europäer hören möchte: Kulturschätze des Landes, Tempel, Hindufeste. Und nur, wenn im Ausland (im Westen) klar und deutlich darüber gesprochen wird, dass das Kapital hinter dem Morden und Brandschatzen um Orissa und Karnataka steht, und dass die Christen quasi als Sündenböcke für unendlich gierige Geschäftsinteressen herhalten müssen, wird man auf Unternehmerseite vorsichtiger sein müssen.

Ich denke, schon in diesem Artikel ist klar geworden, dass es bei den beschriebenen Vorkommnissen nicht wirklich um „die Religion“ geht. Man ängstigt sich offensichtlich vor den Christen, die keiner Kastenordnung unterliegen und fürchtet ihre politische (...oder menschliche?) Macht. Man fürchtet, dass die Adivasi den Real-Estate-Königen, den TATA-Kaisern oder den Uran- und Staudamm-Maharadschas ein paar Steine aus dem goldenen Pflaster reissen und und dass sie damit beworfen werden könnten….
Die Wahrheit ist aber, dass die Adivasi einfach in Ruhe gelassen werden wollen und schlicht ihr Land behalten möchten. Sie möchten gern auch Weihnachten ganz so wie wir Europäer ihre Verwandten besuchen gehen dürfen (was sie aber wegen einer kürzlich vom Staat verhängten Schikane in Form einer Ausgangssperre, Bandh genannt voraussichtlich nicht sollen…). Adivasi sind aus ganz anderem Holz geschnitzt als geldgeile Billionäre: sie kennen den Frieden, die Freiheit, ihre Gesundheit und Unversehrtheit, ihre Hütte und ihr kleines Feld mit Selbstversorgerwirtschaft als grössten Reichtum, den ein Mensch überhaupt besitzen kann. Helft ihnen, diese aus westlicher Sicht inzwischen selbstverständlichen Lebensbedingungen zu erhalten und zu verbessern! Boykottiert den Tourismus oder besser: besucht weniger Tempel und mehr Menschen. Besucht die Adivasi in ihren Dörfern und macht Menschenrechtsorganisationen auf soziale Missstände und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam, wenn Ihr diesen Winter nach Indien reist. Demonstriert auch in Deutschland für die Interessen der Adivasi!
Wie zur Bestätigung aller Aussagen dieses Artikels findet sich im heute veröffentlichten Bericht des amerikanischen National Intelligence Council mit dem Titel
“GLOBAL TRENDS 2025: THE NATIONAL INTELLIGENCE COUNCIL’S 2025 PROJECT” - “Global Trends 2025: A Transformed World” folgende düsteren Prophezeiungen (in Auszügen):
* The whole international system—as constructed following WWII—will be revolutionized. Not only will new players—Brazil, Russia, India and China— have a seat at the international high table, they will bring new stakes and rules of the game.
* The unprecedented transfer of wealth roughly from West to East now under way will continue for the foreseeable future.
* Unprecedented economic growth, coupled with 1.5 billion more people, will put pressure on resources—particularly energy, food, and water—raising the specter of scarcities emerging as demand outstrips supply.
* The potential for conflict will increase owing partly to political turbulence in parts of the greater Middle East.
[Quelle: ]http://www.dni.gov/nic/NIC_2025_project.html]
Und hier noch zum Abschluss eine interessante Pressemitteilung von gestern:
“Außenminister Steinmeier besucht Bangalore - Indiens verborgenes hässliches Gesicht: Christen-Verfolgung in Bangalore”
Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen/Berlin, 21. November 2008
“Wenn Außenminister Frank-Walter Steinmeier heute im Rahmen seiner Indien-Reise die südindische Metropole Bangalore besucht, wird der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Zentrum der indischen IT-Industrie im Vordergrund stehen. “Es gibt kaum Hoffnung, dass Außenminister Steinmeier die auch in dieser Großstadt immer schwieriger werdende Lage der indischen Christen ansprechen wird”, sagte der Asienreferent Ulrich Delius der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag. “In dem von Hindu-Nationalisten regierten Bundesstaat werden elementare Bürgerrechte mit Füßen getreten.” Erst am 12. November 2008 waren drei Christen in einem Vorort der Acht-Millionen-Einwohner-Stadt willkürlich festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, Hindus missioniert zu haben. Bangalore ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum. Steinmeier trifft dort mit Vertretern deutscher Unternehmen zusammen und eröffnet ein deutsches Generalkonsulat.”
Die TÖNCHEN! - Redaktion wird umgehend diesen Artikel an Außenminister Frank-Walter Steinmeier senden und die LeserInnen dürfen gespannt sein auf eine Reaktion aus dem Aussenministerium!
Weitere Quellen:
# Website der GfbV http://www.gfbv.de/ mit der informativen Unterseite zur Kampagne Verfolgte Christen brauchen dringend Schutz!
http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=1472&PHPSESSID=a9aa5f173cd9619714aaa7639a89361b
#Bericht der FAZ vom 20.Nov.2008: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~ECB1476ACFC6344299E2DDC10FA9E01DD~ATpl~Ecommon~Scontent.html
#ARD-Film http://www.tagesschau.de/ausland/weltspiegel116.html
„Christenverfolgung im Osten Indiens“ - “Sie wollten, dass er die Bibel verbrennt”
von Florian Meesmann, ARD Neu-Delhi mit Link zum Bericht des ARD-Hörfunkkorrespondenten Uwe Lueb mit dem Titel “Die Polizisten saßen da wie Steine”
# Website von Richard Grove mit aufschlussreichen Fotos („Adivasi Gallery“), aus denen die Ausbeutung und gesundheutliche Schädigung der Adivasi deutlich wird.
http://www.fellowtraveller.org/here/India/adivasi/t1_jad.htm
# Pressemitteilung Yahoo News, Bhubaneswar, Nov 20 (IANS) : “Call for shutdown on Christmas deepens divide in Orissa”
http://in.news.yahoo.com/43/20081120/818/tnl-call-for-shutdown-on-christmas-deepe.html
Bitte lesen Sie den in Kürze hier im TÖNCHEN! erscheinenden kompletten Orissa-Report, in dem Dr. James Albert in aller Ausführlichkeit beschreibt, was er gesehen und gehört hat. Wir informieren weiter über aktuelle Ereignisse.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Dr. James Albert für die viele Information, die Interviews und das umfangreiche Bildmaterial. Ich danke auch Ulrich Delius in Göttingen für die Erlaubnis, Texte der GfbV im TÖNCHEN! verwenden bzw. abdrucken zu können.
[Alle Fotos Copyright Dr. James Albert, Göttingen, Gesellschaft für bedrohte Völker]
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