Dienstag, 5. Dezember 2006
Blogs humanisieren die Gesellschaft, denn jeder kommt zu Wort!?
Über die revolutionäre Entwicklung der persönlichen Weblogs (Teil drei)
Wurde im ersten Teil dieses Beitrages der Blog als solcher beschrieben und anhand von (positiven) Beispielen erklärt, so folgte im Teil zwei auch eine Erörterung jener Seiten, von denen man nicht gerade sagen kann, dass sie unsere Gesellschaft humanisieren: Sekten, Nazis und Esoteriker habe ich erwähnt, zahlreiche andere Bereiche lasse ich lieber unerwähnt. Die Blog-Technik wurde nicht für destruktives Bloggen ersonnen.
Kurz gesagt: Millionen von Blogs sind durchaus konstruktiv und fördern das menschliche Miteinander auf durchaus positive Weise. Laut SPIEGEL [47/2006, S.151] wird „...jede Sekunde ein neues Internet-Tagebuch veröffentlicht…41 Prozent erscheinen auf Japanisch, 28 Prozent auf Englisch und 14 Prozent auf Chinesisch. Der deutsche Beitrag…liegt bei einem mageren Prozent; selbstironisch spricht die hiesige Szene von ‘Kleinbloggersdorf’ .“
Gegenüber Websites oder konventionellem Mailing haben Blogs einen unschätzbaren Wert: sie eignen sich zu einer Qualität von Kommunikation, die wir am besten mit „life enhancing“ oder „empowering“ bezeichnen können: Kommunikation, die jeder auf seine Weise beeinflussen kann und die so Menschen belebt oder beflügelt! Auf ihre Fragen, die sie „ins Netz stellen“, bekommen Menschen Antworten, ein Echo – und dies meist unvermittelt.
Einen Blog zu eröffnen ist heute sehr einfach: Google bietet mit den „blogspot.com“-Blogs wirklich brauchbare, bedienungsfreundliche Software und Beratungsservice an – zum Nulltarif. Man kann Fotos oder sogar Videos problemlos laden, man kann das Layout seines Blogs sehr einfach selbst gestalten und auch das Gestalten mit Hyperlinks läuft „free and easy“. Der Speicherplatz ist allerdings auf 99 „Posts“ begrenzt. Aber für fest umrissene Themen reicht das Gegenüber Websites oder konventionellem Mailing haben Blogs einen unschätzbaren Wert: sie eignen sich zu einer Qualität von Kommunikation, die wir am besten mit „life enhancing“ oder „empowering“ bezeichnen können: Kommunikation, die jeder auf seine Weise beeinflussen kann und die so Menschen belebt oder beflügelt! Auf ihre Fragen, die sie „ins Netz stellen“, bekommen Menschen Antworten, ein Echo – und dies meist unvermittelt.
ja. YOU TUBE ist ein weiteres Beispiel von Blog: wesentlich sind hier Filme.ja. YOU TUBE ist ein weiteres Beispiel von Blog: wesentlich sind hier Filme.
Wer aus beruflichen Gründen einen Blog braucht, der sollte sich allerdings an Firmen wenden, die auf die Gestaltung von Blogs spezialisiert sind. So wird die Website der Musikwerkstatt Rzeszut sowie der TÖNCHEN! - Blog seit Jahren hervorragend von der Firma Applied Rave http://www.applied-rave.de verwaltet und betreut. Mit einem optimal gestalteten Blog präsentiert man sich schliesslich der Öffentlichkeit. Das sollte dann schon etwas Gutes sein! Zumal, wenn der Blog nicht nur als Diskussionsforum, sondern als „elektronische Zeitschrift“ genutzt wird.Wie in unserem Fall mit dem TÖNCHEN!.
Der Blog als Zeitschrift! Als man eines Tages darauf kam, E-Mailtechnik mit speziellen Programmen zu kombinieren, entstand das Webforum oder der „Blog“. Im Gegensatz zu Zeitschriften oder Magazinen der Print-Medien ist es – wie wir an den Beispielen gesehen haben - in einem Webforum möglich, zu redaktionellen Texten Kommentare sehr schnell und preisgünstig zu verfassen, per E-mail abzusenden und neben die betreffenden Artikel zu stellen. Was bei Zeitschriften der Leserbrief ist, das ist bei blogs oder bei einem sog. Webforum die E-mail bzw. der „comment“ des Lesers, deren Inhalt zum Bestandteil der elektronischen „Zeitschrift“oder des Webblog wird.
Die Unterschiede zwischen Printmedium und Weblog sind offensichtlich vielfältig:
eine Zeitschrift muss man teuer abonnieren, ein Weblog ist praktisch umsonst
man wird sicher nicht hundert Zeitschriften abonnieren, den Stapel lagern und durchblättern, aber hundert Weblogs lassen sich bequem und eben papierlos anklicken und sehr schnell auf Inhalte durchsuchen, wobei sogar Miniatur-Suchmaschinen zum Einsatz kommen können.
Einzelnen Personen mit normalem oder niedrigem Einkommen ist die Mitarbeit an einer auf Papier gedruckten Zeitschrift allenfalls über die Leserbriefsparte möglich. Einen Weblog dagegen kann sich jeder leisten und eigene redaktionelle Beiträge sind etwas ganz anderes als Leserbrief-Beiträge (die oft ja Auswahl und Kürzungen unterliegen)
Zeitschriften und Magazine sind bereits veraltet, wenn sie die Redaktion verlassen. Ein Weblog ist stets aktuell und auch der Zeitraum zwischen Drucklegung und Auslieferung entfällt.
Interessen einer Printmedien-Redaktion orientieren sich meist an gewinnmaximierenden Kritererien. Inhalte von Blogs dagegen sind in der Regel frei von wirtschaftlichen Zwängen. Denn ein Blog ist keine Ware, wird nicht verkauft und muss sich nicht unbedingt rentieren.
Die Informationsmenge bei Printmedien ist herstellungsmässig limitiert, die Speicherkapazität von Servern ist nahezu unbegrenzt. Ein Blog kann mit einer zusätzlichen Archivfunktion ausgestattet sein.
Nicht mehr aktuelle Information der Printmedien landet bestenfalls in Archiven und wird damit schwer abrufbar, während veraltete Blog-Inhalte aus dem digitalen Archiv ständig und unaufwendig zum wiederholten Abruf bereitstehen.
Also: Preis, Gebrauchsfreundlichkeit, Effektivität für den Einzelnen, Aktualität und individuelle Qualität der Inhalte sind die Stärken eines Blogs. Von überragender Bedeutung allerdings ist die Tatsache, dass jeder, der über einen Computer verfügt, auch einen Blog betreiben kann. Die Kosten für den Server sind gering: es gibt also keinen finanziellem Druck. Jeder kann „bloggern“: Kapitalstarke und Kapitalschwache. Zahlreiche differenzierte Meinungen in zahlreichen Weblogs schaffen eine ungeheure Meinungsvielfalt. Und: in Blogs dargestellte subjektive Meinung lässt sich umgehend kommentieren. Ein Blog ist also auch ein äusserst offenes und demokratisches Informationsmedium.
Die leicht mögliche Verlinkung von Blogs untereinander vergrössert den informatorischen Nutzen erheblich. Sucht man Meinungen zu einem Thema, aktuelle oder spezielle Information, so wird man aus einer Vielzahl von Blogs oder: aus der Gesamtheit zusammenhängender Blogs sich das zusammensuchen, was man braucht. Erforderlich ist nur ein gewisser Zeiteinsatz und die Fähigkeit, Inhalte schnell erfassen zu können, um sie auf Informationsqualität zu überprüfen.
Da in praktisch jedem Blog Spezialisten informieren, reflektieren und kommentieren, wird allgemein die Qualität von Information mit der Anzahl entdeckter Blogs wachsen. Und hier verlassen wir auch eindeutig die Möglichkeiten konventioneller Printmedien und begeben uns in Bereiche, die typisch für wissenschaftliche Arbeit sind – oder zumindest sein können .Allerdings bilden Quellen und Quellendiskussion hier editorisch eine Einheit, die aber auch der Organisation menschlichen Denkens entspricht. Zufall, technische Qualität der Blogs, Effektivität der Suchmaschinen bestimmen hier wesentlich das Arbeitsergebnis.
Wir von der Musikwerkstatt Rzeszut wählten für die Präsentation unseres privaten Musikunterrichts genau diese Kombination aus Website und Blog. Journalismus spielt bei uns auch eine Rolle: wir schreiben kontinuierlich für unser kleines Kultur-Magazin DAS TÖNCHEN! Gründe genug also, eine Menge Werbung zu machen. Natürlich über Internet und unterstützt durch eine professionell arbeitende Firma.
Unsere Website ist extrem informativ. Wir waren bemüht, unsere Unterrichtsmethoden und -Ziele ausführlich darzustellen, über Musikinstrumente, das Musizieren usw.mit einer gewissen Tiefe zu berichten. Schliesslich soll unsere Begeisterung am Beruf auf potentielle Schüler überspringen. So kommen auch nur die zu uns, „für die es passt“. Reiche Bebilderung, ein gutes Design, ein schnelles Sichaufbauen der Seite und deutliche Präsenz auf Suchlisten sind die Qualitäten unserer Website, die tagtäglich grosses Interesse findet.
Ein anderer Grund: unser kleines Kulturmagazin, das über Kultur im näheren und weiteren Sinne berichtet, in dem Diskussionen möglich sind und auch musikethnologische Berichte ihren Platz finden, sollte sich eines Tages selbständig machen dürfen. Selbständig von unserer Website, jedoch weiterhin mit ihr verlinkt.
Unser Webmaster empfahl uns zunächst das Serendipity-Programm zur Einrichtung eines Blog. Später stellte sich Expression Engine als die leistungsfähigere und bedienungsfreundlichere Software heraus. Die Blog-Software sollte leichtes und schnelles Veröffentlichen von Texten gewährleisten, Kommentare sollten leicht anzubringen und sofort zu lesen sein. Das Laden von Bildern sollte unproblematisch sein u.v.a.m.
Eine Seite, die sich ständig verändert, ist reizvoll für Suchmaschinen! „Googeln“ wir Stichworte, Inhalte oder Überschriften unseres Magazins ein, so finden sich nicht nur Verweise auf unsere Website, sondern auch auf unser Kulturmagazin.Das Kulturmagazin selbst dient nicht der Werbung (von kleinen m.E. vertretbaren Ausnahmen abgesehen), sondern der Information über Kultur. Es bildet mit der Website zusammen eine gute Präsentationseinheit.
DAS TÖNCHEN! Wurde am 1. Oktober 2003 erdacht. Dazu gibt es auch in selbigem eine Geschichte:
http://www.musikwerkstatt-rzeszut.de/EEC/index.php/mwr/extended/das_toenchen_zieht_um_und_hat_geburtstag
Etwa 2003, als das Wort „Blog“ kaum jemand bei uns kannte und unser Webmaster Oliver Hahn mir davon erzählte, war mir klar, dass es nun eine Chance gab, meine alte Idee von Berichterstattung über „Kultur von unten“, „Kultur bei uns“ (oder wie immer man das nenen soll…) endlich mal kostengünstig zu verwirklichen. „... bloggert euch eure eigene Kulturinformation!“ schrieb ich damals. Dass wir da noch längst nicht sind, wo wir hingelangen könnten, sieht man dem TÖNCHEN! an. Noch trauen sich nur wenige an das Schreiben von Artikeln oder Kommentaren heran. Schreiben für die Öffentlichkeit ist halt bei uns noch nicht üblich. Aber eine gute Zeitschrift ist diejenige, die Themenvielfalt und Meinungsvielfalt bietet. Eine Prise Humor darf durchaus dabei sein. Und Spass muss es machen!
Spass hatten auch die allerersten Blogger! Der Blog stammt – wer hätte das anders erwartet? - aus den USA. Die damals noch sehr junge Blog-Technik war geradezu symptomatisch für den sogenannten „Graswurzeljournalismus“ im Californien der 90iger Jahre. Man nannte ihn auch „partizipativer Journalismus“. Hervorstechendes Merkmal: die Beteiligung möglichst vieler Menschen an der Recherche! Demokratische Kontrolle durch Kommunikationstechnik, die korrigierendes Eingreifen in den Informationsfluss ermöglicht, ist die Grundlage für Berichterstattung auf hohem Qualitätsniveau. Ständige Korrekturen, schnelle Ergänzungen, harte Kritik: das alles ergibt eine neue Qualität von „frischer Aktualität“.
Der Sozialphilosoph Erich Fromm veröffentlichte1968 in New York sein Werk „The Revolution of Hope. Towards a Humanized Technology“, in dem er die dringende Notwendigkeit eines Wandels in der allgemeinen Auffassung von Technik fordert: ein allgemeines Umdenken für die im Übergang („transition“) befindliche europäisch-nordamerikanische Gesellschaft. Er empfiehlt Technologien, die jedem Einzelnen nützen und den harten Wettbewerbs-Kampf mindern.
Als wesentlich für seine Konzeption einer „radikal-humanistischen Bewegung“ sah er Dezentralisation und eine auf ihr Minimum reduzierte einfach zu handhabende Bürokratie. Fromm rät zu „Kleinen Gruppen“ mit zehn bis zwanzig Mitgliedern. Solche Gruppen liessen sich überall im Rahmen bestehender gesellschaftlicher Gruppierungen bilden. Aber auch von Einzelnen, die „ausserhalb derartiger Sozialgefüge stehen“. Eine einfache und direkte Kommunikation wäre zur Vernetzung dieser Gruppen untereinander erforderlich. Gefragt wäre nach Fromm insbesondere eine Kommunikationstechnologie, die den „Meinungsaustausch erleichtert“. Eine aktivere Teilnahme Einzelner an sozialen Prozessen wäre so begünstigt. Hat Fromm den Blog vorausgeahnt?
Die Hoffnung auf eine dermassen humanisierte Technik im Dienste einer basisdemokratisch funktionierenden Gesellschaft hängt nach Fromm in hohem Masse auch von der Struktur der Medienlandschaft ab. Fromm erkannte, dass Massenmedien „die Verbreitung neuer Ideen blockieren“ und favorisiert deshalb u.a. Bulletins und Nachrichtenbriefe, „die man relativ billig verfielfältigen und an einen begrenzten Interessentenkreis verschicken kann.“ Kommunale Rundfunkstationen zählt er ebenfalls zu den Notwendigkeiten.
Das real erlebte Leben beschreibt Fromm als wichtigste Information: Ideen, Ideologien oder wortreiche Konzepte bewähren sich einzig durch das Gelebtwerden bei gleichzeitiger sozialer Kontrolle. Es geht Fromm um den Austausch „tiefer“ und „echter“ menschlicher Erfahrung.Wir sehen: die Technik der Blog-Kommunikation erfüllt genau diese Anforderungen! DER SPIEGEL spricht von „Online-Tagebuch“, denn es geht vielen Bloggern um den Austausch menschlicher Erfahrung. Und jeder kommt zu Wort!
Wie wir sehen, bietet der Blog ganz offensichtlich eine Chance zur eingangs erwähnten Notwendigkeit, sich im Interesse eines friedlichen Miteinander weltweit kommunikativ zu vernetzen.
Der Blog ist ein weiterer Schritt zur Humanisierung der technischen Gesellschaft, in der der einzelne Mensch das Ziel aller sozialen und damit auch technologischen Anstrengungen sein muss.
Der Blog ist unabhängig von Besitzstand und Einfluss: gleiches Recht für alle, gleiche Chancen für alle. Und das weltweit! Ausnahmen gibt es allerdings schon im Bereich totalitärer Regierungen…
Angesichts des täglich zu beobachtenden Konzern-Sterbens in westlichen Ländern wird deutlich: nicht die Kapitalkonzentration oder das ausschliessliche Streben nach Gewinnmaximierung bringt Menschen in Arbeit oder gibt ihnen zu essen. Kleine und vor allem zahlreiche und dezentralisierte Initiativen stabilisieren unsere wirtschaftliche Situation wesentlich. Und diese gilt es, kennenzulernen und zu fördern. In einem weltweiten Netzwerk, an dem jeder Einzelne aktiv mitbaut. Und wo Technik menschlich ist!
Kommt wirklich JEDER zu Wort?...Nein, leider nur jene, die sich mit Computern auch auskennen und in den Genuss eines Internet – Anschlusses gelangen. Laut SPIEGEL haben in Russland „...derzeit…nur rund fünf Prozent der Bürger einen Netzzugang, und nicht einmal ein Prozent besucht regelmässig Blogs…“ Oder in Burma gelangen ausschliesslich die Reichen in den Genuss eines Inter-Anschlusses: “Eine Internet-Monatspauschale beträgt knapp 40 Dollar, das ist fast ein Durchschnittslohn.“
Bedenkt man, dass es das Phänomen Blog noch garnicht so lange gibt und es erst in den letzten Jahren bei uns bekannt wurde, kann man angesichts der massenhaften Zunahme privater Blogs weltweit schon sehr zuversichtlich sein:es wird schon!
Kürzlich sah ich auf der Seite von Deutschlandradio Kultur eine interessante Ankündigung unter dem Titel:“Blogspiel – Blogs mit Radioanschluss“. Aufgrund der jüngsten Veränderungen in der „Wahrnehmung und Nutzung des Internets“ zeige sich „...eine neue Form des Produzierens und Hörens: direkt, ungefiltert, kreativ und subjektiv.“ Aufgrund der zahlreichen Foto-, Video- und Audioblogs und freier Blog-Software könne „...kann jeder veröffentlichen - und so gleichermaßen publizieren und kommunizieren.“ Autoren, Hörspielmacher und Filmemacher würden die “Blogosphäre” als Markt nutzen. Zeit für ein Spiel, das die Blogosphäre nutzt und dennoch das „Thema Radio“ mit einschliesst!
„blogspiel“ [das b ist wirklich klein geschrieben! d. Red.] heisst die Erfindung (siehe: http://www.blogspiel.de). Man kann im Rahmen eines Blog-Forums selbsterstellte Audio-Blogs veröffentlichen. Die Beiträge sind (ähnlich wie bei Filmen in den YOU TUBE – Blogs) auf 5 Minuten Länge begrenzt. Und ähnlich wie bei YOU TUBE kann man kommentieren und weiterempfehlen. „Ob Interviews, O-Ton-Collagen, private Radioshows oder Hörspielminiaturen - inhaltlich und formal sind keine Grenzen gesetzt und jeder kann mitmachen.“ Auch hier – wie bei YOU TUBE – ist ein Wettbewerb eingebaut: wöchentlich stimmen die Blog-Besucher über die besten Produktionen ab. [na ja…! d.Red.]
Die Ergebnisse dieser Wettbewerbe werden jeden Samstag um 16.30 veröffentlicht. Die Rundfunkredaktion rühmt sich damit, „ Sendezeit aus ihrer Hand in die der Internetnutzer..“ zu legen (was für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit gegenüber seinen Hörern sein sollte…?) Sie haben auch schon den Beruf des „Blog-Agenten“ entwickelt. Und hätte wer gedacht, dass das reicht und man kann schon mal nach dem Mikrofon suchen ...den muss ich leider enttäuschen.
Es gibt nämlich noch „Spielregeln“ (zitiert nach : http://www.dradio.de/dkultur/programmtipp/portal/552288/) „1. Jeder kann mitspielen. Jeder kann wählen. Jeder kann gewählt werden. 2. Die Audios müssen im MP3-Format hochgeladen werden. Die Mindestauflösung sollte nicht unter 64kb/s und nicht über 128 kb/s liegen. Eine Auflösung von 44,1 Khz ist empfehlenswert. 3. Alle Genres sind willkommen, aber benutze bitte nur Inhalte die dir auch gehören. Also bitte keine geschützte Musik, keine geschützte Literatur, keine Filmausschnitte.
4. Alle Beiträge die gesendet werden, werden entsprechend der üblichen Vergütungen honoriert.
Regel 4 finde ich echt gut! Fragt sich nur, was man senden muss, um der beste Blogger mit dem besten Beitrag zu sein?...na ja, wir kennen das ja aus der Hitparade…..
Und die GEZ-Gebühr für den Computer ab 1. Januar nicht vergessen! Sonst kommt der nette Onkel vorbei, der alles über Eure „neuartigen Rundfunkgeräte“ wissen will…
Gibt’s eigentlich einen Blog für GEZ-Geschädigte?...wer was weiss, könnte ja mal die „comment“-Funktion unter diesem Blog-Artikel testen….
[Teile dieses Textes von Martin Rzeszut wurden im Rahmen des Usable-Ideenwettbewerbes der Körber-Stiftung bereits 2005 veröffentlicht unter dem Titel „Der Weblog im Dienste der Humanisierung einer technisch orientierten Gesellschaft“ (Autoren Oliver Hahn/Martin Rzeszut) veröffentlicht.]