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Das Tönchen!

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der Musikwerkstatt-Rzeszut

 

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Mittwoch, 20. Dezember 2006

EDSI -  der Clown vom Bielefelder Weihnachtsmarkt

Lette singt russische Lieder und trägt hölländische Holzschuhe

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Aha…ein Clown. Im Gewühl des Bielefelder Weihnachtsmarktes ragt er kaum aus der Menge. Und das in der sog. „guten Stube“ der Bielefelder Innenstadt…nein, sowas! Passanten gucken missbilligend, bemitleidend, bewundernd, kritisch, skeptisch. Doch viele gucken garnicht.

Der Clown dreht sich ruckweise um sich selbst. Spielt ein schwarzes, grosses und auch altes Pianoakkordeon. Das andauernde Klopfgeräusch, dieses heftige Perkussion stammt von seinen Holzschuhen. Bunt bemalt: mit einer kleinen Kuh. Trägt zufällig das gleiche Grönland-Thermo-Arbeitshemd wie ich. Eigentlich ja viel zu warm für diesen milden Dezemberabend.

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 20. Dezember 2006 um 23:42 Uhr
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Mittwoch, 13. September 2006

ICH=GUT, STOCKHOLM=SCHLECHT

Strassenmusiker Arno Seifert berichtet aktuell aus Stockholm

imageEntweder bin ich zu verwöhnt von den Städten in denen ich bisher gespielt habe, oder, Stockholm ist einfach doof. Doooof, großstadtstressig, und alles andere als typisch schwedisch. Und dass ich hier kaum etwas verdiene liegt nicht an mir, sondern an dieser doofen Stadt. Stockholm hat meine Musik einfach nicht verdient.
ICH=GUT
STOCKHOLM=SCHLECHT
Hört sich zugegebenermaßen vielleicht etwas engstirnig an. Oder, ich lasse das einfach nicht an mich ran, sondern schaue nach vorne, und stecke meine Energie nicht in etwas rein, in was sie einfach versickert.
Denn so ging es mir heute in der Altstadt und in der Fußgängerzone Stockholms. Man spielt und spielt, und irgend wie kommt einfach nichts zurück. Das läßt bald vermuten, dass es in dieser Stadt eine heimliche Absprache gibt, dass man Straßenmusikern nichts gibt. Und diese Gedanken und Gefühle die auf einen einwirken, wirken sich u.U. auch schnell schlecht auf die Qualität meiner Musik aus . Manchmal ist es wirklich schwierig, sich von dem was auf mich eintrifft abzugrenzen. Aber hier in Stockholm ist die Stimmung irgend wie speziell. Da mag man gar nicht glauben, dass Stockholm mal “Kulturstadt des Jahres” war.
Aber ehrlich gesagt, bin ich nach Stockholm auch nicht mit großen Erwartungen gefahren. Denn mir scheint es, dass je größer die Stadt ist, desto schwieriger haben es Straßenmusiker. In solchen großen Städten fehlt einfach die Entspanntheit und die Ruhe. Es gibt viel zu viele Reize die ohnehin schon auf die Menschen einwirken. Da muss man dann entweder so “reizend” sein, dass das Volk einen überhaupt ernsthaft als Künstler wahr nimmt, oder man verschwindet in eine andere Stadt, und stempelt den betreffenden Ort einfach als doof ab.

Stockholm ist also doof, und so geht es mir trotz dem gut.

Hej dâ!

Der Arno.

Geschrieben von arnolinksquetsch am 13. September 2006 um 15:37 Uhr
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Mittwoch, 2. August 2006

Ein Jahr Freiheit

Straßenmusikanten sind ein eigenes Völkchen. Arno ist einer von ihnen. (von Bobby Langer aus Würzburg)

(pp).- Wie sie da vor den Schaufenstern und Häuserfassaden stehen, oft in ihre eigene Musik versunken, sind sie wie Menschen von einem anderen Stern. Ihre Konzerthalle ist die Straße, ihr Publikum jedermann - Straßenmusikanten.

Wenn sie im Frühling die Innenstädte beleben, dann bleiben zwar viele Menschen stehen, hören ein paar Minuten zu, zücken vielleicht auch ihr Portemonnaie für eine milde Gabe, aber dann gehen sie, meist unbeeindruckt, wieder ihrer Wege, und der Musikant auf der Straße ist schnell vergessen. Was sind das für Menschen, die wie aus dem Nichts auftauchen und Musik fürs Volk machen, offenbar keine Bettler sind, aber doch unsere Euros zum Überleben brauchen?

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 2. August 2006 um 20:31 Uhr
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Freitag, 28. Juli 2006

Arno Seifert unterwegs mit dem Akkordeon: Heidelberg und Freiburg

Im TÖNCHEN berichtet er regelmässig über seine Erlebnisse mit Strassenmusik

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Arno Seifert ist TÖNCHEN-Lesern bereits als akkordeonspielender Ska-Musiker bekannt. Für diesen Sommer machte er sich kürzlich auf zu einer Tour ganz besonderer Art: nur mit Akkordeon und schwerem Rucksack (auf einer Sackkarre montiert) ausgerüstet wandert er durch Europa. Wir wissen nicht genau, wohin es ihn verschlagen wird - und er auch nicht. Sicher jedenfalls ist: er verdient sein Geld mit Akkordeonmusik in den Fussgängerzonen der schönsten Städte. Dabei hilft ihm ein Repertoire von etwa einem Dutzend Stücken osteuropäischer, schwedischer und norddeutscher Herkunft. Außerdem jede Menge Improvisiertes. Auch “Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren…” wird er als typisch norddeutsches Stück im heissen Süden bringen.- Das Foto (das ein sehr netter Journalist machte: Bobby Langer, bei dem Arno freie Unterkunft bekam) zeigt ihn auf der Mainbrücke in Würzburg. Man beachte das Körbchen mit dem Hasen bzw. den Hasen mit dem eingebauten Körbchen. Der nimmt Arno die Arbeit des Geldeinsammelns ab.
Doch hören wir von ihm selbst, was er erlebt:

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Geschrieben von arnolinksquetsch am 28. Juli 2006 um 12:21 Uhr
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