Mittwoch, 20. Dezember 2006
Hugh Tracey – Musikethnologe und Kalimba-Konstrukteur aus Zimbabwe
Kämpfer gegen Apartheit mit mobilem Tonstudio durch Süd-Afrika unterwegs
Mark Holdaway erzählt auf seiner ausgesprochen gehaltreichen „Kalimba Magic“-Website (DAS TÖNCHEN! berichtete!) auch über den 1977 verstorbenen Konstrukteur und Fabrikanten jener bis heute berühmten Hugh-Tracey-Kalimbas und dessen südafrikanische Firma AMI „African Musical Instruments“. Mark’s englischsprachiger Artikel enthält einige sehr interessante Details, die mich veranlassten, das World Wide Web nach weiteren Hugh-Tracey-Spuren abzutasten. Und die Ergebnisse sind ausgesprochen gut.
Hugh Tracey wurde 1903 in Devonshire, England geboren und wanderte früh nach Zimbabwe (früher Southern Rhodesia) aus, wo sein Bruder eine Tabakfarm bewirtschaftete. Auf dieser bekam der junge Hugh einen Job und er befreundete sich sogleich mit den stets singenden und musizierenden Arbeitern und Arbeiterinnen auf der Tabakfarm. Dass diese aus Sicht der Kolonial-Herren Menschen zweiter Klasse sein sollten, sah er garnicht ein. Das waren Freunde, tolle Menschen! Erstmal lernte er ihre Sprache. Und diese Musik war magisch und traf Hugh mitten in die Seele! Im Alter von 17 jahren begann er also afrikanische Musik zu studieren. Es waren die Lieder, die Harmonien, Die Skalen, die Instrumente, die ihn reizten. Besonders die Kalimba hatte es ihm angetan: das afrikanische Daumenklavier mit der regionalen Bezeichnung „Mbira“.
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Tolle, freundliche, informative und mit profunder Fachkenntnis geschriebene Rezension. Da lernt auch ein dicker Hippie noch was. Tausend goldene Fleißpunkte!