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Samstag, 22. November 2008

Der Orissa-Report: Verfolgung von Christen im indischen Bundesstaat Orissa

Bericht von Dr. James Albert und Ulrich Delius, GfbV Göttingen

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Im Folgenden nun der im TÖNCHEN! am 22.Nov. angekündigte „Orissa-Report“ von Dr. James Albert und Ulrich Delius.

Der Hintergrund:  Ende Oktober /Anfang November dieses Jahres gelang es Dr. Albert mittels einer offiziellen Genehmigung von indischer Seite die von der Außenwelt abgeriegelte Krisenregion von Bhubaneswar aus zu besuchen. Wie er vermutet waren er, sein Fahrer und ein Dolmetscher (für die lokalen Dialekte) die ersten Augenzeugen einer Hilfsorganisation. Sie durften die betroffene Gegend drei Tage lang besuchen und einige Flüchtlingslager besichtigen. Dr. Albert führte dabei und im Auftrag der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zahlreiche Interviews mit vertriebenen Christen durch und fotografierte Zerstörung und Leid.

Die Kapitel 1 und 2 wurden bereits im TÖNCHEN!-Artikel „Ghandis zweiter Tod   – Christenverfolgungen in Indien -Bestandsaufnahme und Hintergründe“ zitiert bzw. referiert. Dort finden TÖNCHEN! - LeserInnen auch Kommentare von Dr. James Albert, die im Rahmen von Exklusivinterviews aufgezeichnet wurden.

Hier werden nun die Kapitel 3 bis 18 dieser Veröffentlichung der Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen unverändert und unkommentiert wiedergegeben.

TÖNCHEN! macht darauf aufmerksam, dass die Lektüre dieses Artikels für Kinder unter 16 Jahren ungeeignet ist. Die Schilderungen sind zu grausam. Ich bitte um Verständnis.

Alle Abbildungen in diesem Artikel zeigen Flüchtlingslager und Menschen in den besprochenen Gebieten und wurden der TÖNCHEN! - Redaktion freundlicherweise für diese Veröffentlichung zur Verfügung gestellt - Herzlichen Dank! [Alle Fotos Dr. James Albert im Auftrag der GfbV]

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 22. November 2008 um 23:36 Uhr
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Bestandsaufnahme und Hintergründe

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Es brennt im wahrsten Sinne des Wortes! Schon seit längerem werden – nahezu unbemerkt von der westlichen Welt – über 50 000 Christen im Kandhamal-Distrikt (Orissa) in Indien von radikalen Hindu wegen ihres Glaubens bedroht und auch zwangsweise zum hinduistischen Glauben „bekehrt“.  Die Dächer ihrer Häuser werden eingerissen oder die Häuser werden gleich angezündet. Plündernde, vergewaltigende, mordende und brandschatzende Horden nationalistisch, faschistisch denkender Hindus ziehen durch die Dörfer. Christen werden willkürlich verhaftet, ermordet und aus ihren Dörfern vertrieben.

Acht grosse Flüchtlingslager sind entstanden. Christlichen Ureinwohnern droht bei der Rückkehr in ihre Heimatdörfer der Tod. Mehrere Rückkehrer, die sich nicht zwangsweise zum Hinduismus konvertieren ließen, wurden bereits ermordet. Mordpraktiken sind das Aufschlitzen von Kehlen, das Enthaupten mit Beilen oder das Anzünden der Menschen nach Übergiessen mit Kerosin.

Der Westen guckt bisher noch weg!

Die Catholic Union, Chandigarh berichtete gestern per Mail an die Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen: „The states of Orissa, Chhattisgarh, Madhya Pradesh, Karnataka, Tamil Nadu and Uttaranchal have been severely affected. In Orissa, over 4,500 houses have been burnt and 300 villages purged ofall Christians in the worst case of ‘ethnic cleansing’ in Independent India. Over 50,000 are homeless, ten thousand of them in government camps. We have the names of Sixty dead and close to Ninety men are still reported missing and may be dead in the forest. Independent probes have spoken of clandestine disposal of bodies. School children are without education, babies without infant food, and families without warm clothes in the cold hill tract.“ [zitiert aus einer Pressemitteilung per Mail von Dr John Dayal, National Integration Council member, Chandigarh, November 20, 2008 an die GfbV]

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 22. November 2008 um 1:04 Uhr
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Donnerstag, 20. November 2008

Protect Christians in India!

Offener Brief an den indischen Premierminister Dr. Manmohan Singh

Dear Prime Minister,

I am extremely concerned about the violence against Christians in several Indian states. Especially in Kandhamal district, in the state of Orissa, anti-Christian violence escalated in recent weeks. At least 50 Christians were killed by Hindu fanatics - many of them burnt alive. 4.300 houses were destroyed and more than 50.000 people displaced.

You have stated that violence against Christians is unacceptable and that local governments must ensure law and order. However, deadly attacks continue.

I urge your government to vigorously combat such violence and bring the perpetrators to court. Please arrest and punish also those who incite violence against religious minorities and impose a ban on extremist organizations and parties which promote hate and violence.

Last year, a fanatic Hindu mob attacked a peaceful Christian community in Brahminigaon/Orissa who was just preparing to celebrate Christmas, on the morning of 24th December 2007. Please assure that this will not happen again this year, and take appropriate measures to protect the threatened Christian communities from further attacks, especially during the Christmas days.

Yours sincerely,

Martin Rzeszut, Kiel, Germany

Auch Sie können helfen: Link zur Gesellschaft für bedrohte Völker: http://www.gfbv.de/emailprot.php?id=174

Geschrieben von Martin Rzeszut am 20. November 2008 um 11:20 Uhr
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Samstag, 5. April 2008

Menschenrechtsverletzungen in China gehen unverändert weiter !

Dissidenten werden eingesperrt und sollen zum Umdenken gezwungen werden!

Mit unveränderter Härte geht China gegen Protestierende und Dissidenten in Tibet, aber auch in ganz China vor. So wurde gestern berichtet, dass Studenten der Tibet University in Lhasa den Campus grundsätzlich nicht verlassen dürfen. Internetverbindungen und Handys funktionieren auf dem Campus nicht mehr.

Chinesische Spezialeinheiten beginnen nun überall mit der gewaltsamen “patriotischen Umerziehung” Andersdenkender. Bei Aktionen in Klöstern protestieren Mönche mutig und lautstark dagegen. Auch gegen das Herunterreissen von Bildern des Dalai Lama, vor dem China offensichtlich unheimliche Angst hat.

China plant nun Massenprozesse für Demonstranten. Man sollte nun massenhaft Prozessbeobachter nach China schicken!

Weitere aktuelle Informationen (täglich updated) finden sich unter http://www.tibet.net.

Geschrieben von Martin Rzeszut am 5. April 2008 um 11:52 Uhr
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Samstag, 22. März 2008

China verletzt Menschenrechte in Tibet momentan schwerstens und verbietet der Welt, zuzusehen!

... immer mehr militärische Gewalt gegen friedliche Demonstranten!

Das Rezept der Chinesischen Regierung gegen den in der Hauptsache friedlichen Protest tibetischer Mönche lautet gegenwärtig „entschlossene Niederschlagung“! Nur internationaler Protest und Einmischung der UN kann hier noch Ethnozid in grossem Umfange verhindern!

Unser Aussenminister Frank-Walter Steinmeier fordert gegenwärtig laut und entschieden die unverzügliche Aufhebung der Nachrichtensperre, welche die Chinesische Regierung vor Tagen verhängt hat. Ich freue mich über diese klare und eindeutige Stellungnahme meines Landes, das den Dalai Lama vor einem halben Jahr ehrenvoll und gegen den lächerlichen Protest Chinas empfangen hat!

“Die Bundesregierung sagt den Chinesen unmissverständlich: Schaffen Sie Klarheit. Wir wollen genau wissen, was in Tibet passiert ist”, so Steinmeier in einem aktuellen Interview mit „Bild“.

Seit Tagen wird versucht, Tibetern und Chinesen die Internet-Information zu sperren. So ist das Videoportal You Tube in China immer noch nicht zugänglich (Informationen u.a. hier:http://boingboing.net/2008/03/16/tibet-china-blocks-y.html).

Die HP des Dalai Lama (http://www.tibet.com/) zeigt als letzten Beitrag den 18.März (mittags): “Declaration by the EU Presidency on the situation in Tibet“ - seitdem nichts mehr. Als „Latest update on Tibet protests“ lesen wir am selben Tage: „In Lhasa suppression continues with tanks and military vehicles patrolling every corner of the city. Former political prisoners and suspected Tibetans (those politically active) living in the Lhasa area are being arbitrarily arrested in the ongoing house- by- house raid by Chinese security forces since the evening of 15th March 2008.
In desperation for complete crackdown, Chinese authorities are also arresting the family members of former long-time political prisoners (if they themselves are not physically present).“ -  Über Karze wird berichtet: „Students and laypeople continue with their protest. According to latest information received, a massive protest is now happening in front of Karze County government headquarters.- Nearby monasteries have been completely blocked off by Chinese military since a few days ago to prevent the monks from taking part in the protests.“ - Wo sind die aktuellen Berichte?

Tibet Online – eine freie HP, die über die tibetischen Proteste und die chinesischen Übergriffe berichtet (http://www.tibet.org/) berichtet: „China has kicked all foreigners and especially all journalists out of Tibet. The capital Lhasa is essentially a zone of terror as security forces conduct house to house searches and take away whoever they please. These Tibetans will have absolutely no recourse to the rule of law. Reports indicate that they are being taken to prisons all over Tibet, where they will simply disappear. - The Chinese government claims its security forces, with their automatic weapons, armored personnel carriers and tanks, were ‘victimized’ by Tibetans with rocks, knives and the odd petrol bomb as they tried to ‘peacefully settle the riots’. Hmmmm. Perhaps they think the world has forgotten Tiananmen Square, when the Chinese army rolled over China’s own best and brightest. - In the meantime pictures of monks and others shot dead by Chinese security forces are emerging from Tibet, along with reports of continued protests in Tibetan towns and monasteries as well as in Chinese cities.“
Tibet Online nennt weitere Links, über die Ihr Euch über Tibet informieren könnt. Was fehlt, sind allerdings aktuelle Information, und das ist ein ganz schlechtes Zeichen. Das bedeutet: nicht einmal Telefongespräche sind mehr möglich….

Auf der Seite der UN Headquarters, New York finde ich nichts zum Thema Tibet. „Highlights of the Noon Briefing“ (http://www.un.org/News/ossg/hilites.htm): hier müssten diese sein, empfände die UN die Lage in Tibet beachtenswert, erwähnenswert, der Kritik würdig. Nichts.

Das Portal You Tube erhält gegenwärtig immer noch Videos, die die Lage in Tibet zeigen, wie etwa dieser CNN-Bericht (http://www.youtube.com/watch?v=OcBQs4XNz1I), indem deutlich wird, wie schonungslos die chinesische Polizei mit Reportern umgeht.
You Tube enthält allerdings auch aktuelle Videos, die die Vorkommnisse aus Sicht chinesischer Tibethasser darstellen und die westliche Presse mit Tatsachenverdrehung attakieren. Beim Betrachten einiger Videos drängt sich mir der Verdacht auf, dass der chinesische Geheimnisdienst sich sehr wohl der Welt-Bedeutung des You-Tube-Portals bewusst ist. Bitte sucht diese Videos selber heraus: man muss nur „Tibet“ in die You-Tube-Suchmaschine eingeben und auf das Datum der Veröffentlichung des Videos achten.

Was bleibt für uns persönlich? - Die Möglichkeit des direkten Protestes über http://www.avaaz.org/en/tibet_end_the_violence/98.php/?cl_tf_sign=1. Bitte unterschreibt dort die Petition an den chinesischen Präsidenten Hu Jintao, die ich hier wie folgt zitiere:

“Petition to Chinese President Hu Jintao:

As citizens around the world, we call on you to show restraint and respect for human rights in your response to the protests in Tibet, and to address the concerns of all Tibetans by opening meaningful dialogue with the Dalai Lama. Only dialogue and reform will bring lasting stability. China’s brightest future, and its most positive relationship with the world, lies in harmonious development, dialogue and respect.”
Besonders und gerade wegen der anstehenden Olympischen Spiele macht sich China Sorgen um sein Image. Wer sich nicht scheut, offensichtliche Menschenrechtsverletzungen zu begehen, braucht eine andere Sprache, in der es um Wirtschaft und global reputation geht!

Man sollte – meine ich – nicht die Olympischen Spiele in China boykottieren, da diese ein wichtiges Instrument für Völkerverständigung sind. Sie funktionieren besser als die UN!  Aber man sollte die Olympischen Spiele unbedingt zum Protest nutzen, falls China die Würde des tibetischen Menschen weiterhin erniedigt und unschuldige Demonstranten und ihre Familien ermordet. Oder mit härteren Worten: solange wie China weiterhin Menschen ermordet, um Tibet politisch zu einem Teil Chinas zu machen! Die Weltgemeinschaft darf da nicht allein zusehen, sie muss jetzt einschreiten. Für den Frieden und für ein friedliches Miteinander von Tibetern und Chinesen!

Das wäre mein wichtigster Wunsch für dieses Osterfest!

(Aktualisierter Nachtrag 17.35) Amnesty International gibt Adressen und Ratschläge für persönliche Petitionen für 15 verschleppte Mönche in Pdf, siehe:
http://www.amnesty.org/en/library/asset/ASA17/057/2008/en/013d1820-f542-11dc-a450-e9cbe1538d05/asa170572008eng.pdf. Es ist wichtig, die Anträge freundlich, hoffnungsvoll und mit den passenden Anreden (salutations) zu versehen, damit sie effektiv sein können. Übrigens hat auch Amnesty keine neuen Berichte aus Tibet seit drei Tagen. Hauptquelle für Information: das Tibetan Centre on Human Rights and Democracy.

(Aktualisierter Nachtrag 19.17) Fotos ermordeter Mönche und Laien des Kirti Klosters zeigt http://www.freetibet.org/press/pr180308.html. Es ist sehr wichtig, vor Ansicht der Fotos den Text zu lesen und die Bitte um Diskretion zu respektieren. Gezeigt werden die Schussverletzungen bzw. glatte Durchschüsse. Datum 16. März. Die Fotos dokumentieren die Grausamkeit an friedlichen Menschen in voller Deutlichkeit. Kinder sollten diese Fotos nicht ansehen! Ich habe lange überlegt, ob ich auf diese Fotos hinweisen sollte, aber es ist manchmal wesentlich, die Realität von Krieg zu zeigen. Die Quellenlage ist m. E. absolut verlässlich.

Geschrieben von Martin Rzeszut am 22. März 2008 um 14:41 Uhr
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Montag, 4. Februar 2008

Kein Bundestagsmandat für militärische Kampfeinsätze in Afghanistan!

Nie wieder Angriffskriege! -  Mail an die Bundesregierung

Sehr geehrter Herr Klose!

Ich fordere hiermit besonders Sie – den SPD-Aussenexperten, der sich jüngst zu Wort gemeldet hat - , des weiteren alle Menschen, besonders aber Vertreter aller politischen Parteien, Militärstrategen und andere für das Gemeinwohl und die Sicherheit unseres Landes Verantwortliche entschieden auf, jetzt und auch in Zukunft keine sog. „Quick Reaction Force“ durch die Bundeswehr im Süden Afghanistans zu befürworten oder politisch herbeizureden. Das klare NEIN aus Berlin zu solchen Einsätzen vom vergangenen Samstag spiegelt durchaus die Meinung und Stimmung in der Bevölkerung und sollte ernst genommen werden!

Das Nachkriegs-Deutschland ist ein grundsätzlich friedliches Land! Wir haben es angesichts von 60 Millionen Kriegstoten (Erster Weltkrieg nicht gerechnet) wirklich nicht nötig, von neuem mit militärischen Glanzleistungen anzugeben. Im Gegenteil sollten wir eher die Courage haben, sog. „politischem Druck“ seitens USA und Nato mit ruhigem Gewissen unseren Friedensauftrag entgegenzuhalten. Und gefragt ist da eher Friedensforschung, humanitäre Hilfe und Aufbau. Doch nicht das sinnlose Kaputtschiessen von Menschen, Häusern und Material.

Ich bin überaus enttäuscht von Ihnen, Herr Klose, dass Sie als SPD-Mann Kampfeinsätze der Bundeswehr für möglich halten und offen befürworten, wo Sie genau wissen, dass einmal das Bundestagsmandat überhaupt nicht für solche Kampfeinsätze ausreicht, zum anderen die Deutschen spätestens seit 1945 keinerlei Lust auf Kriege aller Art haben! Ich wundere mich, dass es Ihnen nicht so geht, wo Sie doch den Krieg als Kind erlebt haben.

Natürlich wollen Sie jetzt durch Ihre Sprüche die Meinung im Lande ändern. Sie möchten, dass die friedliche Grundstimmung in Kampfgeschrei umschlägt und Sie möchten andere Menschen für Angriffskriege gewinnen. Können Sie das eigentlich mit Ihrem Gewissen vereinbaren?

Ich persönlich wehre mich entschieden und mit aller Kraft gegen die Maxime, anderen Staaten und insbesondere den USA diensteifrig bei der militärischen Durchsetzung eigener wirtschaftlicher Interessen oder Machtinteressen militärisch zu helfen, wann immer die sich mal räuspern. Man sollte sie besser stoppen, solche Interessen weiter durchsetzen zu können. Für besonders unehrlich und bedenklich halte ich die Planung einer Kampeinsatztruppe unter dem Deckmantel „Friedenseinsatz“! Zum ersten Mal seit dem letzten Weltkrieg würde dann deutschen Soldaten wieder befohlen werden können, auf Menschen zu schiessen! Können Sie das wirklich mit Ihrem Gewissen vereinbaren, Herr Klose?

Kennen Sie die Technik „Frieden schaffen ohne Waffen?“ Denn wer schiesst, wird angegriffen. Hass bedingt stets neuen Hass. Gewalt macht neue Gewalt locker. Zerstörung schafft nur Zerstörung, Herr Klose! Schon während des Irak-Krieges waren Sie mit Schröders NEIN nicht einverstanden. Wollen Sie denn mit aller Gewalt zu jener Generation in Deutschland gehören, die für die langsame Entstehung eines Dritten Weltkrieges verantwortlich zeichnet? Ich jedenfalls nicht! Sie sehen ja, was eine solche Haltung, wie Sie sie haben, im Irak bewirkt? Nur unendliches Leid und Zerstörung.

Nein, Deutschland sollte besseres für Afghanistan bewirken: denken Sie bitte konstruktiv! Wir wollen keine Erweiterung des Bundestagsmandats für schnelle Kampfeinsätze! Schlimm genug zu hören, dass sie offensichtlich schon länger unter gewissen Umständen möglich waren. Ich fühle mich als Bürger dieses Landes belogen und betrogen!

Friede in aller Welt!

Martin Rzeszut  

Geschrieben von Martin Rzeszut am 4. Februar 2008 um 16:43 Uhr
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Montag, 19. November 2007

GRENZEnlos – NETWORK 2007

Neues Musical der Jugend in Michaelis/Kiel Hassee

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Sewodnja betritt die Bühne: Mafiasonnenbrille, coole Sprache. Fachsimpelt so ein bischen herum, über die DDR und so. Sagt, ihn hätte es damals noch garnicht gegeben, als die Wende war. Sewodnja gibt die Bühne frei und erscheint nach ein paar Sekunden oben auf der Kanzel, erzählt wieder ein bischen und bedient die Zeitmaschine: unversehens sind wir im Jahre 1987. Sewodnja hat das Spiel im Blick! Seine Augen sieht man nicht…

Musik von den Toten Hosen: “Ein Hoch auf den goldenen Westen, auf seine Werte und seinen Sieg. Doch wo ist eigentlich unsere Beute? Wo ist der Gewinn?“... „Wir laufen grinsend durch die Strassen mit Händen, die gefesselt sind. Langes Leben, kurze Leine – das ist das Prinzip.“  Wieso spielt diese Fischband nicht lauter? Dieses leise E-Schlagzeug…nää...und spielte Tilman nicht mal ne E-Gitarre? Das muss doch kreischen, mann!

Rechts die Band - links der Chor. Dazwischen die Bühne. Altar ist verhängt. Das Kirchenschiff ist mit hohen Scheinwerfertraversen überbaut. Also, bevor sie (der gegenwärtigen Mode entsprechend) diese Kirche mal abreissen sollten – ging mir durch den Kopf – wäre sie besser als schickes kleines Theater genutzt und es gäbe nur noch Musicals oder Theaterstücke…

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 19. November 2007 um 21:34 Uhr
hier in KielKircheKultur aktuellMenschenrechteMichaelis Gemeinde KielPermalink

Donnerstag, 27. September 2007

PEACE FOR BURMA!...Burmesian monks in the footsteps of Mahatma Gandhi

Oct.2nd International Day of Non-Violence

I have the highest respect for the monks of Burma! And for the Japanese photographer, who got shot this morning! As Mahatma Gandhi taught the non violent fighting for human rights and independence of the people in South Africa and India, so the monks do now in Rangoon. They show us how it goes. How peace can move mountains! Doing this, they do risk their lives for all of us! No Western country will look aside this time. Each monk who gets arrested will attract thousands of human rights watchers! Each Western journalist who gets beaten up, gets chased out of Burma, attracts again thousands of human rights watchers! China has to understand and to accept, that fascism, military regimes and violation of human rights commonly and all over the world are recognised as outdated! Why does China criticize the visit of Dalai Lama in Germany? Obviously in fear of peace! But peace is the mortar in the wall made of bricks! Peace secures the complex and different systems of human societies all over the world! There is no other chance than peace! Peace to Burma! Down with the military junta! Next Tuesday the world is celebrating the International Day of Non-Violence! There is hope! So go for it, China! Stop the fights, General Than Shwe! That is your chance for getting accepted by people and politicians all over the world! Stop the bloodletting! NOW!

Martin Rzeszut, Kiel, Germany

Geschrieben von Martin Rzeszut am 27. September 2007 um 13:50 Uhr
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Military raids monasteries, bashes and arrests monks

Democratic Voice of Burma schreibt über die aktuelle Lage in Rangoon

Sep 27, 2007 (DVB)—About 700 monks and civilians were arrested late last night following a brutal attack by the military on at least three monasteries in Rangoon.

At the Ngway Kyar Yan Monastery in South Okkalapa township eyewitnesses described the scene of the arrests as unbelievable.

“Many spots of blood could still be seen in the morning in the monastery compound and nearby,” one witness said.

Eyewitnesses said three trucks filled with soldiers arrived at the monastery at about 12:15am this morning. When the monks refused the soldiers’ demand to open the gate, a fight broke out in which both sides hurled bricks at each other for about 20 minutes.

The soldiers eventually crashed through the gate with one of the trucks and used bamboo sticks to beat everyone in the monastery, including monks, laymen, women and children, some of whom were related to or were under the care of the head abbot, or sayadaw.

One witness said the soldiers shouted “harsh, abusive words” at the monks while they were beating them. One monk who had tried to warn the monastery of the soldiers’ approach was beaten unconscious as he lay on the ground.

Another witness said the soldiers were led by a two-star general who beat some of the soldiers who were reluctant to harm the monks. The attack lasted about 90 minutes, ending when about 60 monks and 40 laypeople were tossed into waiting trucks and driven to an unknown destination.

Broken glass and monks’ robes could be seen scattered on the ground after the soldiers departed.

“The army stole everything from the monastery – cassette players, radios, money that had been donated, everything they could take,” one witness said.

Among the arrestees were the second chief of the monastery, Sayadaw U Uttama, and another senior sayadaw, U Dhammadainna. However, the head sayadaw, who is a member of the State Sangamahanayaka Committee, was meditating in a hidden location in the monastery at the time of the assault and escaped arrest, as did a number of monks who were able to flee the soldiers.

People in the neighbourhood around the monastery gathered in the compound at dawn, many of them breaking into tears when they saw the devastation the military had left behind.

“It’s impossible to believe that the government would brutalise the holy monks who represent our religion in this way,” one bystander said.

Reports from Rangoon also indicate that soldiers raided several monasteries around the Moe Gound Pagoda and the Maggin monastery in Thingyangyun which provides accomodation to people living with HIV and AIDS. The incidents are though to have greatly increased the ire of monks throughout the city.

“The government is not doing this for stability. This is sacrilege directed at the religion we believe in,” one Buddhist said.

Reporting by Maung Too and DVB correspondents.

Wegen der Behinderung westlicher Reporter durch das Militärregime ist die norwegische Internetseite der Democratic Voice of Burma eine der wenigen verlässlichen Quellen zu den Menschenrechtskämpfen in Burma: http://english.dvb.no/
Den hier abgedruckten Text entnahm ich dieser Website.(MR)

Geschrieben von Martin Rzeszut am 27. September 2007 um 12:12 Uhr
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Mittwoch, 13. Juni 2007

Polizist wirft Steine!  -  Zivil-Beamte inmitten friedlicher Demonstranten bei G8

Eine Meldung von Attac, die der Redaktion von Augenzeugen bestätigt wurde

“Die besondere Aufbauorganisation der Polizeidirektion Rostock (Kavala) hat am heutigen Freitag den Einsatz von Zivilpolizisten während der Gipfelproteste zugegeben. Angeblich hatte der Beamte lediglich Informationen über die Planung und Begehung von Straftaten gesammelt und nicht dazu angestiftet.

Am Mittwoch war ein Zivilbeamter in der Blockade an der Galopprennbahn Bad Doberan von Protestteilnehmern enttarnt worden. Der schwarz gekleidete angebliche Autonome hatte Aktivisten angesprochen und aufgefordert, Steine zu werfen sowie selbst einen Stein geworfen. Das haben mehrere Zeugen unabhängig voneinander berichtet. Ein Protestteilnehmer aus Bremen erkannte den ebenfalls aus Bremen stammenden Polizisten. Dieser weigerte sich, seine Identität preiszugeben und seinen Ausweis zu zeigen. Als die Stimmung unter den anderen Blockierern immer gereizter wurde, begleiteten mehrere Protestteilnehmer den Zivilbeamten aus der Menge und übergaben ihn der Polizei.” Soweit der Bericht von Attac vom 8.Juni.

Nach Augenzeugenberichten sollen sich sogar vier schwarzvermummte Gewaltbereite unter die friedlichen Demonstranten gemischt und diese zur Gewalt aufgefordert haben. Die friedlichen Demonstranten wiedrum forderten die Schwarzvermummten unverzüglich auf, ihre Identität preiszugeben. Diese wollten sich jedoch nicht ausweisen und ergriffen die Flucht. Einen der Schwarzvermummten konnten die friedlichen Demonstranten einkreisen, festhalten und enttarnen.

Dies ist eine unglaubliche Geschichte, die das Vertrauen in unsere Demokratie gründlich enttäuscht! Wer denkt sich in diesem Lande solche wahnwitzigen Sachen aus? Welcher Geheim- oder öffentliche Dienst nimmt sich solche Frechheiten heraus? Solche Aktionen sind nicht nur destruktiv, sondern sie gefährden die Sicherheit und den Frieden in unserem Lande. Ziel dieser Aktion war offensichtlich die planmässige Verunglimpfung friedlicher Demonstranten. Wir erwarten von diesem Staat eine ausdrückliche Entschuldigung sowie die Offenlegung aller weiterer Aktionen dieser Art!

Geschrieben von Martin Rzeszut am 13. Juni 2007 um 19:43 Uhr
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