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Das Tönchen!

Das Online-Magazin
der Musikwerkstatt-Rzeszut

 

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Donnerstag, 10. Januar 2008

Der Bielefelder Expressionist Ernst Sagewka

Würdigung zum 125. Geburtstag des masurisch-westfälischen Malers von Martin Rzeszut

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Am 20. März 1939 loderten im Hof der Feuerwache Berlin in der Köpenicker Strasse die Flammen: in Anlehnung an die sog. „Verbrennung von Büchern missliebiger Autoren“ im Jahre 1933 lagen da nun etwa 1000 Ölbilder und 4000 Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitte auf dem Scheiterhaufen. Auch das Gemälde „An der Windwehe“ und das Aquarell „Herbstwald“ von Ernst Sagewka vermutet man darunter.

Ernst Sagewka - einer der bekanntesten Bielefelder Maler (1883 - 1959) - war damals 54 Jahre alt. Ein Jahr älter als ich! Wie muss man sich fühlen, wenn man im Volksempfänger hört, dass in Berlin 5000 Bilder brennen? Und „meine“ dabei? Ja, es lässt sich sehr gut vorstellen. Ich seh Ernst Sagewkas hageres Gesicht vor mir: still und wütend, vielleicht auf dem Stiel seiner Pfeife herumbeissend.

„Vergessene Künstler“ nennen heute vereinzelt Kunstkenner die Opfer der Hitler-Diktatur pauschal. Vermutlich denken sie dabei über den Sinn dieser Bezeichnung nicht viel nach.

Ernst Sagewka -  hat dabei noch Glück gehabt: seine Bilder wurden nach 1937 nicht mehr gehenkt. Seine Farben auf den Ölbildern seien „zu schreiend“ gewesen. Wahrscheinlich hat man den Sinn der Komplementärfarben nicht verstanden.

Aber da gab es Maler, die wurden aufgehenkt, weil ihre Kunst nicht gleichgeschaltet genug daherkam. Merkwürdiger Weise wirkt das im dritten Reich verliehene Stigma der sog. „entarteten Kunst“ anscheinend immer noch nach. Ja, bis heute!

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(Nebenstehende Abb.: Gemälde von Ernst Sagewka “Am Spiekermeer Wittingsmoor” 1953, Öl auf Leinwand)

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 10. Januar 2008 um 9:35 Uhr
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Freitag, 28. September 2007

1,5 Millionen Euro Zuschuss vom Land! - Plopp!

Das Land Schleswig-Holstein fördert die Klangkultur!

Unglaublich: haben wir – eine Handvoll Musikpädagogen - doch vor Jahren schmerzlich einsehen müssen, dass eine Förderung der Jugend Folk Band Schleswig-Holstein nicht zustande kam, weil die Mittel fehlten. So haben wir auf vierzig bis fünfzig musikpädagogisch gestützte Jugendprojekte mit Langzeitwirkung schlichtweg verzichten müssen. Eineinhalb Millionen Euro würden voll ausreichen, um locker 500 Jugendband-Projekte zu realisieren, Musikreisen zu finanzieren und ca. 10 Planstellen für die JFB-Organisation zu schaffen, ...die es leider garnicht mehr gibt.

Doch jetzt ist es endlich soweit! Zwar wird kein JFB-Projekt von diesem warmen Geldregen profitieren, doch freut es uns ausserordentlich, dass unsere Landesregierung 1,5 Millionen in die Klangforschung investiert. Das ist schliesslich viel viel besser als Jugendmusikförderung! Jawohl, das ist Kulturförderung auf hohem Niveau! Wer würde sich nicht darüber freuen!

Nun aber fördert das Land mit diesem Geld die Volksmusik! Ach ja? Kaum zu glauben….wirklich?...na endlich!

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 28. September 2007 um 22:53 Uhr
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Donnerstag, 27. September 2007

PEACE FOR BURMA!...Burmesian monks in the footsteps of Mahatma Gandhi

Oct.2nd International Day of Non-Violence

I have the highest respect for the monks of Burma! And for the Japanese photographer, who got shot this morning! As Mahatma Gandhi taught the non violent fighting for human rights and independence of the people in South Africa and India, so the monks do now in Rangoon. They show us how it goes. How peace can move mountains! Doing this, they do risk their lives for all of us! No Western country will look aside this time. Each monk who gets arrested will attract thousands of human rights watchers! Each Western journalist who gets beaten up, gets chased out of Burma, attracts again thousands of human rights watchers! China has to understand and to accept, that fascism, military regimes and violation of human rights commonly and all over the world are recognised as outdated! Why does China criticize the visit of Dalai Lama in Germany? Obviously in fear of peace! But peace is the mortar in the wall made of bricks! Peace secures the complex and different systems of human societies all over the world! There is no other chance than peace! Peace to Burma! Down with the military junta! Next Tuesday the world is celebrating the International Day of Non-Violence! There is hope! So go for it, China! Stop the fights, General Than Shwe! That is your chance for getting accepted by people and politicians all over the world! Stop the bloodletting! NOW!

Martin Rzeszut, Kiel, Germany

Geschrieben von Martin Rzeszut am 27. September 2007 um 13:50 Uhr
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Montag, 5. Februar 2007

Danke für den Kommentar, Martin Marheinecke!

...und darauf auch eine Antwort

Lieber Martin Marheinecke,

ich freue mich über Ihren offenen und ehrlichen Kommentar zu meinem TÖNCHEN! - Artikel. Ich war eben auch in Ihrem Blog “MMs Senf” und lese da weitaus vertrautere Töne als bei Asartru. So kann man sich täuschen, lieber Antfa-Kollege! Interessant ist hier nun aber auch, wie solche Missverständnisse überhaupt entstehen können. Das dürfte ja auch Ihnen nicht egal sein, wo Sie sich doch so für Asatru einsetzen!

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 5. Februar 2007 um 23:11 Uhr
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Montag, 29. Januar 2007

Mountja, Herbert Kauffeld und Karlfried Graf Dürkheim

Über das Zusichselbstkommen als Voraussetzung zum Musizieren

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„Mountja ist eine kleine und sehr attraktive Tonfrau (23/17/27 bei einer Grösse von 46 cm) und steht auf meinem Schreibtisch. Sie hält ihre rechte Hand hinters Ohr und horcht….. „ schrieb ich unlängst hier im TÖNCHEN!

Diese Beschreibung meines Erkennungssymbols für die neueingeführte Kategorie „Tonsysteme“ führte bei manchen TÖNCHEN!-Lesern und Leserinnen zu interessierten Fragestellungen. Wer? - wie? - was? - Was ist eine „Tonfrau“? Und irgendwie töne es im TÖNCHEN! ja ganz schön tönern nach Ton….

Ich bin hier also eine Erklärung schuldig. Da es überall dort, wo Mountja zu sehen ist, um Tonsysteme geht, möchte ich mehreres miteinamder verbinden.

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 29. Januar 2007 um 21:59 Uhr
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Samstag, 23. Dezember 2006

Über Kinder, Engel und die Zeit

...die Musikwerkstatt Rzeszut wünscht Schöne Weihnachten!

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Diesen schönen sog. „Rauschgoldengel“ transportierte meine Mutter aus Gdansk im braunen Fluchtkoffer in den Westen. Das war „damals auf der Flucht“ 1945. Sie war da 27 Jahre alt. Dieser nordosteuropäische Rauschgoldengel – niemand weiss übrigens so genau, warum er so heisst -  stammte von ihrer Mutter aus Elblag und begleitete die Weihnachtsfeiertage meiner Mutter und auch meine. Als Kind empfand ich diesen Engel als etwas unwirklich. Heute ist er eins meiner vielen kleinen Wesen, die mich in Kästchen, auf Tischchen, in Nischen, auf Fensterbänkchen umgeben und manchmal aus meiner papierenen Unordnung auch vorwitzig herauslugen, wo man es garnicht denkt.

Jemand hat ihn bestimmt vor hundert Jahren gebastelt. Eine alte Frau vielleicht, die ihre Rente aufbessern musste. Oder Kinder dieser Fischersfamilien damals, aus der meine Mutter stammte: in Heimarbeit wurden solche Spielzeugsachen gebastelt, und alle mussten ran, Geld verdienen. Oder hat Opa den gebastelt, um sich die Zeit zu vertreiben? Damals hatten die Opas noch Zeit und tüftelten am Küchentisch Spielzeug und Weihnachtsschmuck aus.

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 23. Dezember 2006 um 10:29 Uhr
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Sonntag, 5. November 2006

Alte Musiknoten nach Südafrika?

Culture Change einmal anders

In der Letzten Ausgabe des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL [44/2006, S.196] lesen wir unter der Überschrift “Vier Kubikmeter Klassik” eine erheiternde Notiz zum jüngsten Versuch, Klischeepflege und Kulturaustausch nach guter alter Kolonialtradition zu betreiben. Der südafrikanischge Tenor und Musikmanager Robert Brooks hat - so wird berichtet - zu einer “Sammlung alter Musiknoten-Bestände aus Haushalten und Nachlässen zugunsten südafrikanischer Musikschüler” aufgerufen. So kamen in Hamburg im Oktober “vier Kubikmeter Notenmaterial” zusammen. Dieses Altpapier geht an Musikschulen in Südafrika und wird dort - man höre und staune! - “kostenlos” verteilt. Auch Jugendgruppen in Ghettos sollen davon profitieren. An Bibliotheken abgegeben werden soll “anspruchsvollere Musikliteratur von List oder Wagner”, das wäre nix für die Jugendgruppen. “Bände mit deutschem Volksgut” seien von deutschstämmigen Südafrikanern sehr gefragt. Auch Musikinstrumente sammele man (bisher kamen zusammen: Gitarren, Blockflöten, eine Posaune, eine Zither, ein Akkordeon).

Um hier evtl. Missverständnisse auszuräumen: im Prinzip finde ich die Sache gut. Austausch ist auf jeden Fall gut! Doch wir haben es hier nicht mit echtem Kulturaustausch zu tun. Südafrika bekommt Almosen aus dem reichen Europa, Second-Hand-Klamotten, sonst nichts! Treten hier jugendliche Bands aus den Townships mit ihrer eigenen Musik auf? - NEIN!...es sei denn, sie spielten vielleicht Mozart…

Ich bedauere sehr, dass nicht die wohlhabene bundesdeutsche Musikinstrumentenindustrie und Grosshändlerschaft, die Werberinge und die freimaurerisch organisierten Musikschul-Kliquen massenhaft Neuinstrumente zu niedrigen Preisen oder auch kostenlos (als Entwicklungshilfebeitrag) nach Südafrika importieren. Und warum wird nicht NEUE Notenliteratur gesammelt? Und warum muss es Klassik sein? Warum immer die alten Klischees? Warum überhaupt Noten und nicht vier Kubikmeter frisches weisses Notenpapier zum Schreiben neuer afrikanischer Musik? Jugendgruppen in Ghettogebieten brauchen - so denke ich - am allerwenigsten Klassiknoten: sie können ihre eigene Musikkultur aufbauen, wenn man sie nur lässt. Und Noten sind da nicht so wichtig übrigens.

Gute Instrumente zu importieren wäre eine sehr gute Tat. Nach meiner Kenntnis gebrauchter Akkordeons warne ich aber vor dem Import alter Instrumente: bitte nur Neuinstrumente und das bitte mindestens im Hundertpack plus Ersatzteilsortiment und Spezialwerkzeug - das wäre reell! (...aber bitte nicht die üblichen “Markenfabrikate” aus China!) Aufnahmeequipment zu senden wäre ebenfalls sinnvoll: afrikanische Jugendliche würden dann ihre nicht aufgeschriebene Musik vielleicht mal westlichen Ländern und westlichen Musikschulen leichter zugänglich machen können. Die Organisation von Jugendmusik-Austausch zwischen Deutschland und Südafrika wären weitere gute Taten. Das würde westlichen klassischen Musikköpfen - Schülern wie Lehrern - vielleicht mal gut tun.

Was mich eigentlich an der Sache so unangenehm berührt, ist das Prinzip “Altpapier nach Afrika”. Ich meine: diese Zeiten sollten vorbei sein! Der Aufruf von Herrn Brooks ist schon ok, aber man sollte das mal zum Anlass nehmen, jetzt wirklich was draus zu machen! Der Aufruf zeigt auf jeden Fall, wie mager es in Südafrika generell mit der Musikpflege und den Musikinstrumenten aussieht. Der Import westlicher Klischee-Musik beschwört mir nun doch zu sehr den alten Kolonialgeist mit der ganzen eurozentrischen Bevormundung aussereuropäischer Völker herauf. Ich bezweifele, ob das ausschliessliche Lehren europäischer klassischer Musik mit einer eigenständigen südafrikanischen Kultur in Einklang zu bringen ist.

Was dabei heraus kommt, lässt sich leicht überspitzt so ausdrücken: Wagner ist gut, afrikanische Musik ist schlecht.

Aber natürlich besser, als Massen von Notenheften auf Dachböden und in Kellern vergammeln lassen. Erstmal kostet die Entsorgung ja auch Geld,...nä?... und dann macht es ja auch Mühe. Jetzt wird man sich als Bildungsbürger schliesslich sogar für einen GUTEN ZWECK in den Keller bemühen…das ist doch was!...nä?

Geschrieben von Martin Rzeszut am 5. November 2006 um 11:53 Uhr
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Donnerstag, 28. September 2006

Idomeneo, der Opernstreit und die abgeschlagenen Köpfe

Freiheit der Kunst oder Gipfel der Geschmacklosigkeit?

Natürlich! Auch das TÖNCHEN! macht mit wenn es um Schlagzeilen geht! Neuenfels, Neuenfels, Neuenfels…abgeschlagene Köpfe von Poseidon, Jesus, Buddha und Mohammed…“sie muss sich überlegen, ob sie ein Haus noch leiten kann, wenn sie so eine Entscheidung trifft” (Neuenfels über Harms)...vor der ersten Islamkonferenz….Otto: Idomeneo Thema der Islamkonferenz?...Entscheidung beruht auf entsprechenden Hinweisen der Berliner Sicherheitsbehörden…“nach dem Karikaturenstreit nun ein Opernstreit?” hörte ich soeben im Deutschlandfunk. Und Neuenfels hat sogar einen Anwalt - er muss also noch nicht einmal selber mit Frau Harms reden. Mensch, ist das alles albern!
Die Absetzung dieser wirklich abschreckenden Inszenierung finde ich gelungen! Die in der Tagesschau gezeigten Ausschnitte reichten mir völlig. Ich fand es äusserst provokativ und gefährlich, genau jene Ausschnitte in der Tagesschau weltweit zu senden, derentwegen das Stück ja abgesetzt wurde. Das sahen dann ja doch alle, wie widersprüchlich!
Und ganz abgesehen von der religiös-politischen Brisanz: abgeschlagene Köpfe will ich einfach nicht auf der Bühne sehen, egal von wem! Ich finde das voll daneben!
In Mozarts Oper “Idomeneo” geht es darum, dass ein Vater seinen Sohn mit allen Tricks vor dem Sterben schützt: sowas will ich sehen, falls ich sowas überhaupt sehen wollte. Abgeschlagene Köpfe widern mich an in einer Zeit, wo die Folgen von Selbstmordattentaten tagtäglich in Nahaufnahme über den Bildschirm bluten. Was soll da so eine Wachsfigurenkabinettnummer auf einer Opernbühne? Kann man nicht gewaltfreie Inszenierungen bringen, in der keinerlei abgeschlagene Köpfe - von wem auch immer - zu sehen sind? Sind die künstlerischen Mittel schon dermassen erschöpft, dass Herr Neuenfels seine Ideen nicht anders umsetzen kann? Vielleicht als Andeutungen der Realität? Das nennt man “künstlerische Umschreibung”...ja ja, von mir aus altmodisch. Trotzdem wird das seit Jahrhunderten gepflegt in Literatur und Theater.
Für mich jedenfalls beginnt Kunst erst dort, wo die Schäbigkeit der Realität - wenn es um Gewalt geht - nicht direkt und banal gezeigt wird. Kunst beginnt für mich dort, wo die Kraft der Realität erschöpft ist und nur noch mit künstlerischen Mitteln Hoffnung gepflanzt werden kann. Und nach guten alten humanistischen Grundsätzen (Idomeneo ist immerhin ein Stoff aus der Antike!) sollten meines Erachtens Opern- und Theateraufführungen nicht geschmacklos (ja, ich weiss: altmodisch!) sein und destruktive Auswirkungen haben, sondern konstruktiv und mit Blick nach vorn. Opernbesucher sollten sich nicht in der Pause schütteln müssen und Herr Neuenfels hat eigentlich schon genug Public relation bekommen: er sollte sich mal durch gelungene Inszenierungen profilieren, die denen er den gegenwärtigen Glaubensspannungen konstruktiv begegnet. Sicherlich: das strengt mehr an, als das Drama mit ein paar blutigen Requisiten zusammenzubasteln.
Die jetzt vielzitierte künstlerische Freiheit ist übrigens schon lange bei uns in Gefahr und das aus ganz anderen Gründen: weil nur immer dieselben von der diensteifrigen Presse und den kulturpolitischen Seilschaften hochgelobten Superkünstler immer nur dieselbe langweilige Superkunst - stets “auf höchstem Niveau”...(grins) - veranstalten und viele viele andere Künstler mit guten und vor allem unterschiedlichen Ideen in diesem Lande nicht zu Wort kommen können und zur Tat gelangen können. Ja…Betonung auf KÖNNEN!
In Deutschland läuft Kunst ferngesteuert in den Metropolen - die Provinz verarmt. Ja, nicht nur finanziell…Immer dieselben Bestseller werden inszeniert. man sollte meinen, es gäbe keine neugeschriebenen Opern mehr.
Jedenfalls beglückwünsche ich Herrn Neuenfels zu seinem wirklich gut gelungenen PR-Trick und hoffe sehnlichst, dass für die Honorare seines Anwalts nicht der Steuerzahler aufkommen muss….Frau Harms Entscheidung, diese Inszenierung abzusetzen, finde ich super! Absolut wegweisend! Und absolut mutig!

Geschrieben von Martin Rzeszut am 28. September 2006 um 8:29 Uhr
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Dienstag, 19. September 2006

Glaubenskriege…sonst keine Probleme?

Wie der Papst das Leben einer italienischen Nonne in Somalia erhalten hätte…

Es gibt keine Religion, die destruktiv wäre. Widerspruch in sich. Glaube stützt. In den Glauben flüchten sich Menschen aus der Not des Alltags, aus der Existenzangst heraus. Aus der Gefahr in die Sicherheit. Glaube hilft. Vollkommen unerheblich, wie man ihn nennt. Das muss jeder Mensch für sich entscheiden, welchem Glauben er angehören möchte und ausserdem gibt es ja auch die Glaubens-Traditionen.

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 19. September 2006 um 11:17 Uhr
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