Freitag, 12. Januar 2007
Ritas Leute - Eine deutsch-russische Familiengeschichte
Rezension einer Dokumentation von Ulla Lachauer (aus dem TÖNCHEN!-Archiv 2004)
Tossja aus Kokschenewo wuchs in Kokschenewo in der westsibirischen Steppe nordöstlich des westsibirischen Industriezentrums Omsk auf. Sie ist 11 Jahre alt und ihre Mutter ”...verkaufte einige Ferkel, damit sie eine Ziehharmonika bekam. ‘Damit ich spielen lerne…Also hab ich angefangen zu lernen, abends hab ich draussen gespielt, die Leute haben getanzt. Später wurde ich zu Hochzeiten gerufen, obwohl ich vielleicht gar nicht gut spielte…” (S.299) Durch ihr Harmonikaspiel fand Tossja Anerkennung bei ihren Altersgenossen: “Ich hatte viele Verehrer!” (S.299)
So berichtet die heute 65 Jahre alte Anastasia Kirilowa der Mannheimer Historikerin und Geschichtsjournalistin Ulla Lachauer über ihr Leben als Kind und Jugendliche in einem Dorf in der Steppe. Tossja ist Ritas Mutter. Rita spielt Gitarre und singt, wurde von Ulla Lachauer ermuntert, sich für ihre Lebensgeschichte, ihre Verwandtschaft zu interessieren und das Ergebnis ist ein äusserst spannendes Buch!


Tolle, freundliche, informative und mit profunder Fachkenntnis geschriebene Rezension. Da lernt auch ein dicker Hippie noch was. Tausend goldene Fleißpunkte!