Freitag, 18. Mai 2007
Das Mobiltelefon als Reisebegleiter für Straßenmusikanten
Fluch oder Segen? - oder: wie mobile Informationstechnologie auf die Reiselust wirkt.

Es ist Donnerstag der 17.Mai. Nach drei Monaten Reisepause in Tübingen, bin ich nun wieder unterwegs. Momentaner Aufenthaltsort ist Kristiansand im Süden Norwegens. Gestern bin ich mit der ColorLine-Christian IV von Dänemark aus hier eingetroffen.
Mein alter VW-Bus läuft übrigens immer noch sehr gut, und hat mich bisher noch nie im Stich gelassen. Toll, diese alte deutsche Wertarbeit! [ehäm!...88 gabs sowas nich mehr! d.Sätzer]
Früher, da soll wohl eh alles besser gewesen sein!? Baujahr1988 ... das verrät der Fahrzeugschein über mein rollendes Schneckenhaus. 1988 ... da war ich 9 Jahre jung, kam in die vierte Grundschulklasse, und der Bus in dem ich lebe begann wohl seinen Dienst bei der Marine.
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arnolinksquetsch am 18. Mai 2007 um 13:22 Uhr
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Donnerstag, 26. April 2007
LIEBESERKLÄRUNG AN EIN AKKORDEON
wie Straßenmusik verbindet

Ach Du, Silvetta, mein allerliebstes Klingenthalakkordeon. Deine Blümchenabdeckung, dein charmanter 50er Jahre-DDR-Style (oder von wann und wo auch immer deine wunderbar kantige Form stammen mag), der sanfte und vielfältige Klang Deiner Stimme, die äußerst kleidsamen Kord-Blümchen-Riemen welche ich Dir einst bei unserem Zusammentreffen schenkte ...
... Habe ich Dir eigentlich mal gesagt, wie sehr ich Dich liebe?
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arnolinksquetsch am 26. April 2007 um 10:30 Uhr
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Dienstag, 27. März 2007
Straßenmusik in Baden Baden
...oder auch nicht! [der Akkordeonlehrer]
Eine Stadt sollte man nicht überspielen, wie es in der Straßenmusikersprache so schön heißt.
Wie jeder weiß, wohnt der Arno vorerst im schnuckeligen Tübingen. Dieses Universitätsstädchen ist noch immer nicht langweilig geworden, und in Anbetracht des in die Tür eingetretenen Frühlings, dürfte es auch weiterhin ein schönes Leben am Neckar bleiben. Meine beiden besten Musikerfreunde schwärmen schon jetzt von schönen Mädls in Innenstadt und Park. Denn in Tübingen scheint es einen Frauen(Studentinnen)überschuss zu geben. Oder? – Vielleicht kommt es einem auch nur so vor, denn die frauenlastigen Studiengänge befinden sich in sehr zentraler Lage. So kann es einem gut aussehenden jungen und flotten Straßenmusiker (wie ich, arnolinksquetsch) passieren, dass er nach einem Spieltag in Tübingen, erschöpft und reizüberflutet die Einsamkeit und Ruhe in seinem rollenden Zu Hause sucht.
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arnolinksquetsch am 27. März 2007 um 20:27 Uhr
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Arno Linksquetsch jetzt in Indien!
Dienstag, 20. Februar 2007
Zeugen Jehovas & richtig gute Strassenmusik in Tübingen

Ab und zu Zeit auf der “Straße” zu verbringen, kann oft sehr unterhaltsam sein.
Heute ist Freitag, und der Sonnenschein ließ während der Straßenmusik vorfreudige Gefühle auf den Frühling erwecken. Und das sollte noch nicht alles sein;
ERWACHET! ERWACHET? Ja ja, vielleicht kommt wirklich bald der Frühling, und ich kann aus meinem eingeigelten Winterschlaf erwachen?
Aber im Augenblick sticht mir eine kleine Lektüre namens “ERWACHET!” in die Augen, und wartet darauf, mich zu bekehren. Und das dazugehörige Heftchen “DER WACHTTURM” ebenfalls.
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arnolinksquetsch am 20. Februar 2007 um 11:21 Uhr
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Samstag, 3. Februar 2007
Arno Linksquetsch jetzt in Indien!
unglaublich, wie schnell VW-Busse fahren können…!

Soeben erreichte die TÖNCHEN! - Redaktion ein Bilddokument, das unseren TÖNCHEN! - Lesern einige Rätsel aufgeben dürfte. Die ethnomusikologische Abteilung der Musikwerkstatt hat dieses Rätsel jedoch eindeutig entschlüsseln können! Im Zentrum dieser Fotografie sehen wir Tabla-Trommeln! Tabla-Trommeln lassen eindeutig auf den Norden des indischen Subkontinentes schliessen. Unsere Feldforscher berichten auch von ähnlich begeisterten (um nicht zu sagen: ent-geisterten) Gesichtsausdrücken, die sie in Radjasthan bemerkt haben wollen: der Tablaspieler scheint entrückt in eine Welt des musikalischen Friedens! Wie schön! Solches gibt es (noch) nicht in Europa. Der aufmerksame Betrachter wird auch sofort Arno Linksquetsch erkennen: denn der Akkordeonspieler hält sein Instrument nämlich verkehrt herum, was nicht sogleich jedem auffällt, der Kenner aber sofort erkennt! Dieses “Falschherum” (wissenschaftlich als “upside-down-position” bekannt) wurde bei nordindischen Akkordeonspielern bisher noch nicht beobachtet, wird sich westlich und östlich von New Delhi allerdings jetzt rasend schnell verbreiten, weil es etwas Neues aus dem Westen ist. Neben Pandit Tabla (wie indische Meister gern genannt sein wollen) erblicken wir eine weibliche Instrumentalistin, was für indische verhgältnisse an und für sich sehr ungewöhnlich sein dürfte. Doch war es schon immer so, dass eingewanderte Europäer die europäischen Vorstellungen von Gleichberechtigung der Frau als verbrieftes Kulturwissen mit in die jeweiligen Gastländer genommen haben, wobei dies allerdings wohl eher auf die jüngere Einwanderungsgeschichte zutrifft. Natürlich sind wir neugierig, welches Instrument denn da nun ertönt! Aber da wir auch auf dem Gebiet der Instrumentenerkennung äusserst leistungsfähig sind, haben wir sofort die Antwort gefunden: dies ist eine Nückelharrpa (älteres Modell) und wurde vermutlich durch schwedische Bettelmönche (oder Bettelnonnen) im 18. Jahrhundert nach Nordindien verbracht. Betrachten wir die an der Wand hängenden und leider nur rudimentär sichtbaren Kleininstrumente, so drängt sich ebenfalls asiatisches Ambiente auf: Rahmentrommel können auch mongolischen Einfluss signalisieren und die These, es handele sich um ein Trio nordindischer Musiker mit hohem Einwanderungsfaktor wäre hiermit plausibel gestützt. Erstaunen tut die leicht gelbliche Beleuchtung. Sind etwa Kerzen hier die Ursache? Da jeder normale Inder heute elektrisch Licht sein Eigen nennt (das allerdings mehrmals am Tag aus Gründen gelegentlicher Misswirtschaft und Fehlplanung erlischt), liegt die Annahme nahe, es handele sich hier um einen nomadisierenden Stamm der Blacksmiths (Gypsies), die in Zelten leben und sich von Wandermusik und Kesselflicken ernähren. Die äusserst schlechte Qualität dieses Fotos, die wir an und für sich ja eigentlich nur aus nahöstlicher Fotografie (und hier namentlich bei Entführungsfällen!) kennen, lässt die Vermutung aufkeimen, Arno Linksquetsch sei eventuell entführt worden. Doch spricht dagegen ein gewisses Lächeln auf seinem Gesicht, was man nicht im Entführungsfalle aufsetzen wird! Also können wir vereinzelt aufkeimende und eventuell besorgniserrregende Vermutungen nahezu vernachlässigen. Arno Linksquetsch ist ein freier Mann! Wie dem auch sei: Arno Linksquetsch hat es geschafft und ist vollintegriertes Mitglied seines Gastvolkes geworden! Herzlichen Glückwunsch! nun erwartet jeder TÖNCHEN! - Leser und jede TÖNCHEN! - Leserin mit Spannung die nächsten Berichte, die doch hoffentlich bald die Redaktion erreichen werden?! Die alte These WEST MEETS EAST ist wieder einmal wahr geworden!
Samstag, 27. Januar 2007
WINTERSSCHLAF oder NÄCHTLICHE RUHESTÖRUNG ?
Arno Linksquetsch berichtet über nette Besuche bei Nacht
Es war Mittwoch, der 24.Januar 2007.
Nach einer langen Autofahrt von Manresa (bei Barcelona) Richtung Almeria, hatte ich mit meiner Mitfahrerin zusammen, irgendwo in den Bergen zwischen Valencia und Alikante, nach 9 Stunden Fahrt, endlich ein Plätzchen zum Übernachten gefunden. Kein besonders schönes Plätzchen; eine von der Nationalstraße 340 (diese zieht sich von Barcelona bis an die “Straße von Gibralta” am Mittelmeer entlang) abgehende kleine Straße mit Häuseransammlung, von denen die meisten umzäunt oder von einer Mauer umgeben sind.
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arnolinksquetsch am 27. Januar 2007 um 18:45 Uhr
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Donnerstag, 16. November 2006
Aus dem Alltag des Arno Linksquetsch - DAS LEBEN IST WUNDERBAR!
...diesmal wieder aus Würzburg!...spiele eingeschlichene Fehler aus dem einen Stück raus.
Manch einer fragt sich vielleicht, wie so ein Tag eines Straßenmusikers abläuft. Gibt es einen Alltag? Oder ist jeder Tag verschieden?
Grundsätzlich passiert fast jeden Tag den man in der Fußgängerzone Musik macht etwas neues. Abgesehen davon, dass es öfters passiert, dass sich ein Ladenbesitzer aus seinem anliegenden Geschäft gestört fühlt, und mir das (meist freundlich) zu verstehen gibt (ein Akkordeon kann auch wirklich ganz schön laut sein), sind die kleinen Ereignisse und Begegnungen während der Straßenmusik fast immer von freundlicher Natur.
Doch finden sich in meinem Tagesablauf auch viele gewohnte Strukturen die mich jeden Tag begleiten.
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arnolinksquetsch am 16. November 2006 um 9:01 Uhr
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Dienstag, 7. November 2006
Tourbusimpressionen
Kochen im VW-Bus mit Arno Linksquetsch
Man muß gar nicht diese viel zu überteuerten Maiskolben kaufen. Der billigste Mais aus der Dose, tut es mindestens genau so gut. Auf die Einfachheit kommt es an. Den Inhalt der Dose abtropfen lassen, den Mais in einen Topf geben, Butter dazu, erwärmen, mit Salz und ordentlich Pfeffer würzen.
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arnolinksquetsch am 7. November 2006 um 9:31 Uhr
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Dienstag, 31. Oktober 2006
Arno Linksquetsch on Tour
Die passende Reisemethode - oder: Wenn Mann auf Frau trifft, kommt es meist anders als Mann denkt (Essay von Arno Linksquetsch)
Wie reist man (Mann?) eigentlich am besten, wenn er sein Akkorden für die Straßenmusik, und das sonstige Gepäck dabei hat?
Diese Frage hat mich vor Antritt meiner Reise lange beschäftigt.
Dabei gab es, bevor es los ging, folgende drei Möglichkeiten die ich mir ausdachte. Am Ausdenken habe ich übrigens oft einen Riesenspaß.
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arnolinksquetsch am 31. Oktober 2006 um 17:50 Uhr
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Freitag, 29. September 2006
Teufel aus dem Osten Europas…
Arno Linksquetsch berichtet über das soziale Verhalten der Strassenmusiker in Bremen
Ein ganz bestimmter Akkordeonlehrer aus der Landeshauptstadt Kiel hat mir irgend wie mal vermittelt, Straßenmusiker spielen und verhalten sich nicht gegeneinander, sondern respektieren das was sie machen, und nehmen Rücksicht.
Wenn man als Straßenmusiker jedoch nur auf die finanziellen Einnahmen achtet, ist eine von Straßenmusikern gut gefüllte Stadt wie Bremen schnell etwas demotivierend.
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arnolinksquetsch am 29. September 2006 um 17:32 Uhr
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Tolle, freundliche, informative und mit profunder Fachkenntnis geschriebene Rezension. Da lernt auch ein dicker Hippie noch was. Tausend goldene Fleißpunkte!