Montag, 8. Januar 2007
Am alten Ofen
Eine Wintererzählung von Erna Bartling-Kopp

Meine Mutter hinterließ nach ihrem Tod 1993 einige Pappkartons gefüllt mit leicht angegilbtem, holzreichem Papier. „Meine Artikel von damals“ sagte sie manchmal zu dieser Sammlung. Erna Bartling-Kopp - 1918 geboren in Elbing, heute Elblag im nördlichen Polen - war beruflich tätig als Volksschul- und Realschullehrerin bzw. Musiklehrerin.
Doch eigentlich wäre die Verehrerin der Annette von Droste-Hülshoff lieber „Dichterin“ geworden. Der Krieg kam da in die Quere und so arbeitete meine Mutter als beratende Musikerin und Musikpädagogin etwa im „Arbeitskreis für Haus- und Jugendmusik“ und veröffentlichte ihre literarischen Aufsätze in „Die Neue Schau“ (dem Organ eben dieses Arbeitskreises, erschienen im Bärenreiter Verlag) oder in den Heften der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die kleine Geschichte „Am alten Ofen“ erschien im Dezember 1953 in „Die Neue Schau“ und ist typisch für die Literatur der Nachkriegszeit: man saß am warmen Ofen, freute sich, überlebt zu haben, die Zeit des großen Hungers war vorbei, man erinnerte sich und war mitteilsam über sehr persönliche Dinge. Meine Mutter war damals mit dem Worpsweder Schriftsteller Manfred Hausmann befreundet, der in jener Nachkriegszeit mit Familiengeschichten großen Erfolg hatte.
Erna Bartling-Kopp schildert in dieser nun von mir zum zweiten Mal veröffentlichten Erzählung eine Szene aus ihrer Kindheit. Sie spielt etwa 1923 in der Wohnung ihrer Eltern in Elbing. Meine Mutter stammte aus einer Fischer- und Werftarbeiter-Familie. Man war damals – der Erste Weltkrieg war gerade erst vorbei - nicht sehr vermögend und mit wenig Einrichtung und Hausrat zufrieden. Das Radio gab es in der frühen Kindheit meiner Mutter noch nicht. So wenig verwundert es, dass der gusseiserne Ofen (der oft mehrere Zimmer heizte) jener Einrichtungsgegenstand war, an den meine Mutter sich im Alter noch am besten erinnern konnte.
Hier nun die „gemütliche“ Winter-Geschichte, die meine Mutter im Alter von 35 Jahren schrieb und zu deren Lektüre man vielleicht stilgerecht den Kaminofen anfeuern sollte. Und natürlich sollte es draussen schon fast ganz dunkel sein…Viel Spass beim Lesen!
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Martin Rzeszut am 8. Januar 2007 um 11:06 Uhr
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Donnerstag, 14. September 2006
Shine on brightly!...wie der Hippie auf den Leuchtturm kam
Peter Hill und sein Buch “Stargazed” - “Sternengucker”
Die besten Bücher sind ja immer die, in denen man sich selbst in irgendeiner Form wiederfindet. Sei es, dass man die Materie liebt, die dort beschrieben wird oder jene Stimmungen nachvollziehen kann, die man auch schon mal so erlebt hat wie der Autor. Ganz gelungene Bücher sind für mich jedoch jene, wo ich den Autor nicht nur sehr sympathisch finde, sondern auch sein Handeln, sein Denken, sein Fühlen so verstehe und nachvollziehen kann, als ob ich es selbst wäre.
Da liegt es vor mir: „Sternengucker“ von Peter Hill. Schön und fest gebunden, im Format 5 mal 8 Zoll, ¾ Zoll stark. Papier riecht gut. Grünes Lesezeichen…ich freue mich auf die Lektüre! Den Namen Peter Hill hatte ich damals in Glasgow gehört während meiner Jahre in Schottland. Bin ich ihm damals nicht sogar irgendwo über den Weg gelaufen? Oder er mir? Während der Lektüre dieses liebenswerten Buches halte ich das nicht mehr für ausgeschlossen.
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Martin Rzeszut am 14. September 2006 um 12:37 Uhr
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Mittwoch, 4. Januar 2006
Aus dem Logbuch der Mongolen - Autorinnen des Magazins “Ohrenkuss” lesen vor
Die Körber-Stiftung Hamburg lädt zu einer literarischen Reise in die Mongolei ein
Hamburg (Info der Körber-Stiftung) - Am Freitag, 20.Januuar 2006 findet um 20.00 Uhr im KörberForum (Kehrwieder 12, Hamburg) eine Lesung der Autorinnen Angela Fritzen, Verena Günnel und Veronika Hammel statt. Im Sommer 2005 reiste dieses Autorinnenteam in die Mongolei, zog mit den Nomaden durch die Steppe und lebte in Jurten. Zurück kamen sie mit einem aussergewöhnlichen Reiselogbuch. Daraus lesen sie vor - musikalisch begleitet von DJ Mr. Knister.
Die Autorinnen arbeiten für das Magazin “Ohrenkuss”, das soeben auch im TÖNCHEN! vorgestellt wurde. Für dieses “Vergnügen für Augen, Geist und Ohren” voller Kreativität und Poesie sollte man sich früh genug bei Eveline Metzen anmelden unter
der Eintritt ist frei.
Textprobe: “Der Horizont am Himmel / Oben in der Jurte ist ein Loch - sonst können die Mongolen nicht atmen / Schaf in der Milchkanne…”
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Martin Rzeszut am 4. Januar 2006 um 10:08 Uhr
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Ohrenkuss…da rein, da raus
Ein Lifestyle-Magazin von Menschen mit Down-Syndrom hat brachliegende Talente wachgeküsst
BONN, 1.Januar 2006 (Pressemitteilung der Körber-Stiftung) - »alles geht da rein und da wieder raus nur das wichtige bleibt im Kopf. Und das ist ein Ohrenkuss.« Ein Ohrenkuss beschreibt nicht nur eine gute Idee, die hängen bleibt; »Ohrenkuss…da rein, da raus« ist vor allem der Name eines ungewöhnlichen Magazins. Es hat die ästhetischen Qualitäten eines modernen Lifestyle-Magazins, erscheint zweimal jährlich und enthält ausschließlich Texte von Menschen mit Down-Syndrom. Abgesehen von der Redaktionsleiterin Katja de Bragança haben alle Kolleginnen und Kollegen Trisomie 21. Katja de Bragança ist – gemeinsam mit Ohrenkuss-Autor Tobias Wolf – beim Transatlantischen Ideenwettbewerb USable der Hamburger Körber-Stiftung 2004 mit einem Ideenpreis zum Thema »Integration und Vielfalt« ausgezeichnet worden. Anders als die meisten in diesem Wettbewerb prämierten Initiativen hat Ohrenkuss aber nicht seine Wurzeln in den USA, sondern will mit Hilfe der Körber-Stiftung von Deutschland aus seine Erfolgsgeschichte auch in Amerika weiterschreiben.
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Dienstag, 3. Januar 2006
Sonnabend klingt doch auch schön
»Saturday« von Ian McEwan
Jetzt gibt es den Roman auch als Hörbuch von Diogenes und, ich habe mal ein wenig hereingehört, es lohnt sich wirklich. Als alte Leseratte bin ich aber der Überzeugung, dass sich das Lesen des Buches noch mehr lohnt. Es ist ein kleiner Wälzer, der von Ian McEwan vorgelegt wurde, und das überrascht umso mehr, da er sich daran gemacht hat, in dem Buch nur einen einzigen Tag zu beschreiben. Einen Sonnabend auch noch, ein Tag, an dem der Durchschnittsbürger damit beschäftigt ist, Einkäufe zu erledigen, die Wohnung aufzuräumen und am Abend eventuell Gäste zu empfangen ... wenn man nicht selbst unterwegs ist. So sieht auch der Tag von Henry Perowne aus. Aber mit jeder Menge Überraschungen.
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Administrator am 3. Januar 2006 um 15:35 Uhr
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Dienstag, 11. Oktober 2005
Inspiration nach einer Tafel Schokolade
Da gibts ne Werkstatt in Kiel
fuer Quetschenspieler mit Stil.
Ob nach
Gehoer oder mit Noten,
nichts ist verboten,
Hauptsache, man spielt mit
Gefuehl.
Da gibts ne Werkstatt in Kiel,
die bloggen auch ganz schoen
viel
und Martin der Wilde
lehrt mit Frau Hilde
in seinem ganz eigenen
Stil.
da gibts ne Werkstatt in Kiel
auch hausmusik hoert man da
viel,
mit Taktstock und Metronom
im eigenen sweet home
kein Wunder dass
mirs da gefiel
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Martin Rzeszut am 11. Oktober 2005 um 18:07 Uhr
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Dienstag, 4. Oktober 2005
Die wunderbare Welt des Mr. H. Eartless
Nicht so häufig begegnen wir Schriftstellern und Dichtern, die ihr Handwerk wirklich verstehen. So ist man nicht im Geringsten erstaunt, dass diese zwar in ihrer westeuropäischen Heimat Preise gewinnen, doch in Mitteleuropa leider noch nicht den Durchbruch erzielten. Um diesem Übel abzuhelfen, entschloss sich die Redaktion von DAS TÖNCHEN! zu einer beispiellosen Aktion!....
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Martin Rzeszut am 4. Oktober 2005 um 22:40 Uhr
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Tolle, freundliche, informative und mit profunder Fachkenntnis geschriebene Rezension. Da lernt auch ein dicker Hippie noch was. Tausend goldene Fleißpunkte!