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Das Tönchen!

Das Online-Magazin
der Musikwerkstatt-Rzeszut

 

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Montag, 24. November 2008

Offener Brief an Herrn Aussenminister Dr. Frank Walter Steinmeier

...mit der Frage, ob er bei seinem Indienbesuch Menschenrechtsverletzungen angesprochen habe

Sehr geehrter Herr Aussenminister Dr. Steinmeier!

Ihre Behörde, das Auswärtige Amt warnt per Website vor Reisen in den Distrikt Kandhamal/Orissa „wegen Ausschreitungen gegen Christen und ihre Einrichtungen“. Wie Sie wissen, handelt es sich bei diesen Ausschreitungen nicht nur um Einzelfälle, sondern um organisierte Menschenrechtsletzung in grossem Stile und mit einer gewissen Tradition und Vorgeschichte.

Die Pogrome von Orissa sind – wie Sie sicherlich selbst wissen - auch bedingt durch eine planmässige agressive Entvölkerungspolitik im Zuge von unverhältnismässigen, geradezu antisozialen Kapitalinteressen im Rahmen der von Ihnen genannten „rasanten Entwicklung“ indischer Wirtschaft, von denen letztlich nur eine dünne und sehr wohlhabende Oberschicht profitiert, während Millionen Menschen chancenlos verhungern, weil sie ihr Land und ihren Wald verloren haben. Man sollte die Ursache der Orissa-Pogrome deshalb und überaus kritisch im gesamtwirtschaftlichen Kontext des „neuen Indien“ sehen.

Sehr geehrter Herr Dr. Steinmeier, Ihr Wunsch „diejenigen, die dabei nicht täglich Gewinner seien, in das demokratische System zu integrieren“ - wie Sie formuliert haben - wird so wie es zur Zeit aussieht nur auf internationalen Druck hin in Erfüllung gehen!

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV, Göttingen/Berlin) entsandte unlängst den Göttinger Menschenrechtler Dr. James Albert in das betroffene Gebiet im Kandhamal – Distrikt und fordert nach Auswertung dieser Informationen nun mit Nachdruck unverzügliche juristische Aufarbeitung der pogromartigen Überfälle.

Es wurde bei diesen wissenschaftlich durchgeführten Recherchen der GfbV deutlich, dass die Pogrome in Orissa mit Wissen der dortigen kommunalen Verwaltungsebene und der indischen Bundes- und Innenbehörden geschahen und weiterhin geschehen. Alle staatlichen Institutionen haben in Sachen Aufarbeitung der Vorfälle „versagt“ bzw. ihr Desinteresse signalisiert. Die strafrechtliche Verfolgung bzw. die juristische Aufarbeitung der Morde wird nur schleppend oder garnicht aufgenommen.

Die Zustände sind so katastrophal, dass die GfbV das Einschalten des Central Bureau of Investigation (CBI) empfiehlt. Weiter rät die Göttinger Menschrechtsorganisation dazu, radikale hinduistische Organisationen (VHP, Bajrang Dal, RSS)  in ganz Indien zu verbieten, „...da ihre Agitation ethnische und religiöse Auseinandersetzungen schürt“.

Nationalen und internationalen Hilfsorganisationen wird der Zugang zu den von der Öffentlichkeit abgeschotteten Gebieten offiziell nicht gestattet. Auch der Wiederaufbau der zerstörten Häuser, Kirchen und sozialen Einrichtungen wird in keiner Weise gefördert. Flüchtlinge werden in grossen Lagern, auf engstem Raum und für unbestimmte Zeit zusammengepfercht. Die GfbV fordert grundsätzlich eine Verstärkung des Schutzes religiöser Minderheiten und ihrer Einrichtungen. „Binnenflüchtlingen muss eine menschenwürdige Rückkehr in ihre Heimatdörfer ermöglicht werden oder sie müssen bei ihren Bemühungen unterstützt werden, um in anderen Regionen des Landes Aufnahme zu finden“.

Sie – Sehr geehrter Herr Aussenminister! - waren gerade auf Indienbesuch. Haben Sie denn – neben den beschrieben Wirtschafts- und Kulturthemen – nun auch diese Pogrome angesprochen? Wenigstens liegen nach unseren Informationen dem indischen Premierminister Dr. Manmohan Singh zahlreiche Protestschreiben aus Deutschland vor (auch ich bin einer der Unterzeichner), so dass die besagte Kandhamal-Thematik sicherlich nicht unerwähnt bleiben konnte. Der Zeitpunkt für eine Kritik wäre hervorragend gewesen. Und sicherlich waren Sie und Ihr Ministerium auch von der Gesellschaft für bedrohte Völker über die Menschnrechtsverletzungen informiert worden.

Ich kann der Website des Auswärtigen Amtes allerdings und leider keinen Hinweis darauf entnehmen, dass Menschenrechtsverletzungen in Indien von Ihnen deutlich angesprochen oder kritisiert wurden. Der entsprechende Artikel über Ihren Indienbesuch (Website Auswärtiges Amt/ Stand 22.11.08) berichtet ausschliesslich und glücklich über neue wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen, aber nicht über etwa geäusserte Kritik am Umgang mit Menschenrechten.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir über Ihre Kritik am Umgang mit den Menschenrechten in Indien im Rahmen von Gesprächen mit Manmohan Singh, Außenminister Pranab Mukherjee und Oppositionsführer Lal Krishna Advani berichten könnten!

Zu meiner Person: ich bin deutscher und verantwortungsbewusster Staatsbürger, der sich für Menschenrechte einsetzt. Meiner Website (Link: http://www.musikwerkstatt-rzeszut.de/index.php/mwr/) dürfen Sie gern Informationen über meine Person bzw. zum Thema Orissa entnehmen.

Für Ihre Aufmerksamkeit herzlichen Dank! Ich erwarte Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüssen,

Martin Rzeszut aus Kiel

 

 

Geschrieben von Martin Rzeszut am 24. November 2008 um 12:38 Uhr
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Donnerstag, 10. Januar 2008

Der Bielefelder Expressionist Ernst Sagewka

Würdigung zum 125. Geburtstag des masurisch-westfälischen Malers von Martin Rzeszut

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Am 20. März 1939 loderten im Hof der Feuerwache Berlin in der Köpenicker Strasse die Flammen: in Anlehnung an die sog. „Verbrennung von Büchern missliebiger Autoren“ im Jahre 1933 lagen da nun etwa 1000 Ölbilder und 4000 Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitte auf dem Scheiterhaufen. Auch das Gemälde „An der Windwehe“ und das Aquarell „Herbstwald“ von Ernst Sagewka vermutet man darunter.

Ernst Sagewka - einer der bekanntesten Bielefelder Maler (1883 - 1959) - war damals 54 Jahre alt. Ein Jahr älter als ich! Wie muss man sich fühlen, wenn man im Volksempfänger hört, dass in Berlin 5000 Bilder brennen? Und „meine“ dabei? Ja, es lässt sich sehr gut vorstellen. Ich seh Ernst Sagewkas hageres Gesicht vor mir: still und wütend, vielleicht auf dem Stiel seiner Pfeife herumbeissend.

„Vergessene Künstler“ nennen heute vereinzelt Kunstkenner die Opfer der Hitler-Diktatur pauschal. Vermutlich denken sie dabei über den Sinn dieser Bezeichnung nicht viel nach.

Ernst Sagewka -  hat dabei noch Glück gehabt: seine Bilder wurden nach 1937 nicht mehr gehenkt. Seine Farben auf den Ölbildern seien „zu schreiend“ gewesen. Wahrscheinlich hat man den Sinn der Komplementärfarben nicht verstanden.

Aber da gab es Maler, die wurden aufgehenkt, weil ihre Kunst nicht gleichgeschaltet genug daherkam. Merkwürdiger Weise wirkt das im dritten Reich verliehene Stigma der sog. „entarteten Kunst“ anscheinend immer noch nach. Ja, bis heute!

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(Nebenstehende Abb.: Gemälde von Ernst Sagewka “Am Spiekermeer Wittingsmoor” 1953, Öl auf Leinwand)

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 10. Januar 2008 um 9:35 Uhr
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Dienstag, 17. Juli 2007

Schöne Ferien!

...wünscht die Musikwerkstatt allen Schülerinnen und Schülern

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Angesichts der hohen Benzinpreise empfehlen wir kleinere Fahrzeuge. Oder gleich auswandern wie die Familie Krusenrott im Bild. Allerdings wohin? Schliesslich brennen Atomkraftwerke überall und auch dem Terror (bzw. dessen Prävention) entkommt niemand. Tja, was machen?...zu Hause bleiben! Ganz einfach. Vielleicht überlegt sich das die Familie Krusenrott aus Kiel denn auch noch: immerhin frisst so ein Lambro-Dreirad um die 8 Liter und ausserdem macht es sehr verdächtig. Selbst Eselskarren wurden im Irak schon vor Jahren als Raketenwerfer eingesetzt (falls sich noch überhaupt jemand hier an die ersten Tage des zweiten Irak-Krieges erinnern kann…). Wie gefährlich wäre verglichen damit eine Dreirad-Lambretta? Aber Mister Bush hat vorgesorgt und mit Hilfe von Herrn Dr. Schäuble wird er alle Dreirad-Lambrettas einer strikten Vorsorgeuntersuchung unterziehen und den Dreirad-Terror bekämpfen! Und im Falle eines Verdachtes auf Dreirad-Verschwörung wird selbstverständlich schon sofort und im Vorfeld die Luft aus dem Vorderrad ablassen und der Fahrer getötet! (Also passen sie auf, Herr Krusenrott!) Weitere Truppen werden zu diesem Zweck demnächst mit gepanzerten Dreiradfahrzeugen die USA verlassen. Also: aufgepasst, Familie Krusenrott! Fahrt nicht über Irak und Afghanistan nach Australien! Und meidet diese todsicheren Betonkästen, wo Rauch herausquillt: das ist mit Sicherheit ein Atomkraftwerk von Vattenfall! Auch das in Japan funktionierte kürzlich vorbildlich in diesem Sinne. Ein kleines Erdbeben reichte aus, um auch jenen Trafo zu entzünden. Also meidet auch Japan! Gute Reise! Und vergesst nicht das Reserverad!

Geschrieben von Martin Rzeszut am 17. Juli 2007 um 15:16 Uhr
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Montag, 4. Juni 2007

Regionales und Nationales in der bulgarischen Volksmusik

Eine neue Radiosendung mit Deniza Popova

Liebe Freunde,

eine neue Radiosendung über
Bulgarische Volksmusik
könnt Ihr hören am:

Donnerstag 07.06.2007
um 22.00 Uhr
auf Deutschlandradio Kultur
Frequenz in Berlin: 89,6 MHz
andere Orte siehe:
http://www.dradio.de/dkultur/frequenzen/liste/

Musiktraditionen
“Regionales und Nationales in der bulgarischen Volksmusik”
Mit Deniza Popova

Wie immer freue ich mich über Rückmeldungen und Kommentare von Euch!

Deniza

Geschrieben von Martin Rzeszut am 4. Juni 2007 um 9:24 Uhr
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Sonntag, 25. Februar 2007

Mal ehrlich, kämen Sie auf die Idee mit Sommersandalen in den dicksten Schnee zu gehen?

Über die Vorteile einer Notenlesebrille

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Gleitsichtbrillen sind klasse. Ich kann nicht mehr ohne. Autofahren, Lesen, Schreiben….alles geht mit einer Brille, die mein Augenoptikermeister mir nach Maß angepasst hat. Wenn ich aus 60 cm Entfernung jede Art von lesbaren Noten auf dem Notenständer mit dem unteren Teil meiner Gleitsichtbrille entziffern kann, bin ich glücklich. Manchmal allerdings stört der relativ enge Sichtbereich, denn ich muss den Kopf angestrengt heben, um nur über den unteren Rand der Brille sehen zu können, wo sich der Nahsichtbereich befindet. Das führt über längere Zeit zu einer leichten Genicksteife. Aber für 10 Minuten geht das. Was ist, wenn ich sechs Stunden lang am Tag musiziere?

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 25. Februar 2007 um 18:30 Uhr
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Montag, 5. Februar 2007

Die Bronzetasse von Dohnsen - Zeugnis multikultureller Ausrichtung bronzezeitlicher Gesellschaften

Zum Umgang mit vor- und frühgeschichtlichen Befunden im SPIEGEL

Anlässig des untenstehenden Kommentars von Martin Marheinecke und meiner ebenfalls unten stehenden Entgegnung darauf kann ich es mir nicht verkneifen, jenen Leserbrief an den SPIEGEL im TÖNCHEN! zu veröffentlichen, den ich seinerzeit im November 2006 auf einen sehr oberflächlich recherchierten Artikel mit archäologischer Thematik hin geschrieben habe. Dieser Leserbrief wurde im SPIEGEL weder als Leserbrief abgedruckt, noch von der zuständigen Redaktion beantwortet. - Aus meinem Brief geht - ohne dass der entsprechende SPIEGEL-Artikel nun hier vorliegen muss - eindeutig hervor, wie oberflächlich selbst in der Presse höheren Niveaus mit archäologischen Befunden umgegangen wird…und letztlich so auch falsche und überalterte Vorstellungen über Germanen immer wieder Futter finden, ohne dass es viele merken. Noch nicht einmal Herr Aust! ...der Herausgeber des SPIEGEL, dem man eigentlich mehr Verantwortungsbewusstsein zutrauen dürfte und eine grössere Fähigkeit zur Vorausschau, was die gesellschaftsrelevante Wirksamkeit subtiler Formulierungen betrifft. Das kleine Wort “Urgermanen” enthält sehr viel Sprengstoff und kann letztlich auch als Wegbereiter für rechtsextremes bzw. nationalsozialistisches Gedankengut fungieren. Man sollte sich dessen immer bewusst sein, wenn man als Journalist Artikel über die Ur- und Frühgeschichte Norddeutschlands oder Mitteleuropas schreibt.

Hier nun mein Leserbrief:

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 5. Februar 2007 um 23:30 Uhr
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Vielleicht interessiert Sie auch dieser Artikel:
Danke für den Kommentar, Martin Marheinecke!

Donnerstag, 1. Februar 2007

CAPE TOWN - Berichte eines Abenteurers aus dem Süden Afrikas!

Auslandskorrespondent Oliver Hahn füttert täglich seinen Blog mit neuen und spannenden Informationen!

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Tja, wär hätte das gedacht: nachdem die Spätzle- Und Wein-Expediton in Waiblingen abgeschlossen war, näherte sich TÖNCHEN! - Art -Direktor und Ober-Administrator Oliver Hahn unbeirrt dem Süden Afrikas! Waren es das frühlingshafte Wetter, der Dauerregen in Europa oder doch die unerwartet harten Folgen der bundesdeutschen Mehrwertsteuererhöhung, die diesen bodenständigen Borgdorfer an fremde Strände spülte? Oder flüchtete er etwa vor den möglichen Folgen eines vorzeitigen Sturzes des Vorsitzenden der CSU Stoiber? Schliesslich fürchten wir uns alle vor den schrecklichen Folgen eines Putsches in München, denn auch die Schwesterpartei in Schleswig-Holstein könnte putschen und unser Land würde hilflos und ohne Steuermann zwischen Nord- und Ostseee und der geplanten A20 im Sturme (oder gar Orkan?)vor sich hindümpeln und schliesslich irgendwo schmählich auf Grund liegen. Genau wie jener gestrandete Frachter vor der Küste Englands, der uns jetzt so grosszügig mit Plastikschüsseln und Schuhen der Grössen 41 bis 45 versorgt. - Doch lassen wir ihn selbst sprechen: Oliver wird schon wissen, warum er die Kieler Förde mit der Bucht vor Cape Town getauscht hat und was ihn so bewegt im Süden des weithin noch unerforschten afrikanischen Kontinents. Die ersten Reportagen über einen Raubüberfall und ein geheimnisvolles rotes Buch sind bereits geschrieben! Lesen Sie mehr und lassen Sie sich von den Vorzügen Cape Towns faszinieren! Klicken sie HIER und lassen Sie sich von brillianter Reiseliteratur auf dem bekannten hohen TÖNCHEN! - Niveau verwöhnen! Allerdings werden wir auf die gewohnten Umlaute verzichten müssen, doch werden wir dabei entdecken, wie wertvoll diese sind - und doch sind sie von uns gänzlich unbeachtet und führen ein gänzlich unverdientes Schattendasein im sonstigen Wald unserer Buchstaben! An diese künstlerisch hochwertigen Zeichen unseres gewohnten Schriftbildes haben wir uns ebensosehr gewöhnt wie an Herrn Stoiber. Wäre es nicht eine glänzende Idee, nach dieser Erkenntnis nun eine Initiative zu gründen unter dem Motto:“Umlaute nach Südafrika!” und die Früchte europäischer Zivilisation nun auch dort zu verbreiten, wo es noch keine Umlaute gibt? Dann koennte dort niemand mehr Graessliches erzaehlen, er waere am Kap der Gueten Hoffnung spazierengegangen, haette ein Saendwitsch gegaessen und waere dann ruecksichtslos hinterruecks ueberfallen worden. Das wäre dann ändlich Schnää von gästern! - Nun nun läsen Sä bätte düse vörzüglichän Räseberüchte! Vülläicht berüchtet unser Körrepöndänt ja auch über die südäfrikänüschen Spätzlä - wärä zümündäst wünschänswärt, näch?

(Foto: Cape Town im Dunkeln)

Geschrieben von Martin Rzeszut am 1. Februar 2007 um 18:11 Uhr
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Montag, 8. Januar 2007

Am alten Ofen

Eine Wintererzählung von Erna Bartling-Kopp

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Meine Mutter hinterließ nach ihrem Tod 1993 einige Pappkartons gefüllt mit leicht angegilbtem, holzreichem Papier. „Meine Artikel von damals“ sagte sie manchmal zu dieser Sammlung. Erna Bartling-Kopp - 1918 geboren in Elbing, heute Elblag im nördlichen Polen -  war beruflich tätig als Volksschul- und Realschullehrerin bzw. Musiklehrerin.

Doch eigentlich wäre die Verehrerin der Annette von Droste-Hülshoff lieber „Dichterin“ geworden. Der Krieg kam da in die Quere und so arbeitete meine Mutter als beratende Musikerin und Musikpädagogin etwa im „Arbeitskreis für Haus- und Jugendmusik“ und veröffentlichte ihre literarischen Aufsätze in „Die Neue Schau“ (dem Organ eben dieses Arbeitskreises, erschienen im Bärenreiter Verlag) oder in den Heften der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die kleine Geschichte „Am alten Ofen“ erschien im Dezember 1953 in „Die Neue Schau“ und ist typisch für die Literatur der Nachkriegszeit: man saß am warmen Ofen, freute sich, überlebt zu haben, die Zeit des großen Hungers war vorbei, man erinnerte sich und war mitteilsam über sehr persönliche Dinge. Meine Mutter war damals mit dem Worpsweder Schriftsteller Manfred Hausmann befreundet, der in jener Nachkriegszeit mit Familiengeschichten großen Erfolg hatte.

Erna Bartling-Kopp schildert in dieser nun von mir zum zweiten Mal veröffentlichten Erzählung eine Szene aus ihrer Kindheit. Sie spielt etwa 1923 in der Wohnung ihrer Eltern in Elbing. Meine Mutter stammte aus einer Fischer- und Werftarbeiter-Familie. Man war damals – der Erste Weltkrieg war gerade erst vorbei - nicht sehr vermögend und mit wenig Einrichtung und Hausrat zufrieden. Das Radio gab es in der frühen Kindheit meiner Mutter noch nicht. So wenig verwundert es, dass der gusseiserne Ofen (der oft mehrere Zimmer heizte) jener Einrichtungsgegenstand war, an den meine Mutter sich im Alter noch am besten erinnern konnte.

Hier nun die „gemütliche“ Winter-Geschichte, die meine Mutter im Alter von 35 Jahren schrieb und zu deren Lektüre man vielleicht stilgerecht den Kaminofen anfeuern sollte. Und natürlich sollte es draussen schon fast ganz dunkel sein…Viel Spass beim Lesen!

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 8. Januar 2007 um 11:06 Uhr
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Dienstag, 5. Dezember 2006

DER LIEDERBÄR und die Kindernothilfe e.V.

...sah sich aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen gezwungen…

„Last but not least ist der Erwerb dieses Buches noch mit einem guten Zweck, nämlich einer Spende an die Kindernothilfe verbunden.“ schrieb im Jahre 2002 eine begeisterte Leserin in einer Rezension auf der Amazon-Website. Und das ist da gegenwärtig zu lesen. Diese Rezension wirbt zur Zeit also für den Kauf des Liederbären.

Doch das stimmt nicht mehr! Immerhin wurden vom Verkaufserlös der ersten und der zweiten Auflage noch Spendengelder an die Kindernothilfe abgeführt. Doch für die dritte Auflage eben nicht mehr. Bekamen die Kunden das irgendwie mit? Nein.

Wie man an der Rezension sieht, lebt diese Spendenverknüpfung immernoch in den Köpfen der Menschen weiter. In meinem ja auch, wie berichtet. Und irgendwie ist es für mich weiterhin nicht in Ordnung, dass die Kindernothilfe nicht mehr das „Symbol“ LIEDERBÄR zur Verfügung hat. Die Kindernothilfe ist nämlich in den Köpfen der Menschen garnicht so präsent! Und diese Benefiz-Aktion war seit Jahren unter Pädagogen, Musikern und Eltern bekannt. Weltweit übrigens.

Am 29.November stellte ich in Zusammenhang mit meiner Besprechung des Kinderliederbuches DER LIEDERBÄR sowohl dem Bärenreiter-Verlag als auch der Kindernothilfe e.V. die Frage, warum in der dritten Auflage des LIEDERBÄRen die Verknüpfung einer Spende mit dem Kauf des Buches nicht mehr gegeben ist.

Ich bekam sehr bald zwei sehr nette und klärende Antworten, die ich hier auszugsweise veröffentlichen möchte, da ich sie so zeittypisch finde.

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 5. Dezember 2006 um 11:16 Uhr
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Donnerstag, 14. September 2006

Shine on brightly!...wie der Hippie auf den Leuchtturm kam

Peter Hill und sein Buch “Stargazed” - “Sternengucker”

imageDie besten Bücher sind ja immer die, in denen man sich selbst in irgendeiner Form wiederfindet. Sei es, dass man die Materie liebt, die dort beschrieben wird oder jene Stimmungen nachvollziehen kann, die man auch schon mal so erlebt hat wie der Autor. Ganz gelungene Bücher sind für mich jedoch jene, wo ich den Autor nicht nur sehr sympathisch finde, sondern auch sein Handeln, sein Denken, sein Fühlen so verstehe und nachvollziehen kann, als ob ich es selbst wäre.

Da liegt es vor mir: „Sternengucker“ von Peter Hill. Schön und fest gebunden, im Format 5 mal 8 Zoll, ¾ Zoll stark. Papier riecht gut. Grünes Lesezeichen…ich freue mich auf die Lektüre! Den Namen Peter Hill hatte ich damals in Glasgow gehört während meiner Jahre in Schottland. Bin ich ihm damals nicht sogar irgendwo über den Weg gelaufen? Oder er mir? Während der Lektüre dieses liebenswerten Buches halte ich das nicht mehr für ausgeschlossen.

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Geschrieben von Martin Rzeszut am 14. September 2006 um 12:37 Uhr
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